Wardenburg - Gefrustet kommt der kleine Basti vom Fußball nach Hause. Um sich abzulenken, geht er ins Internet – und findet vermeintlich neue Freunde. Leichtgläubig gibt er persönliche Daten preis, chattet mit Unbekannten sogar in Afrika. Erst als er fast gezwungen wird, seinem Chat-Partner ein Smartphone zu kaufen, merkt er: Das, was ich hier mache, ist falsch.
Das Szenario, das sich am Dienstagmorgen in der Wardenburger Grundschule abspielte, ist nur ausgedacht und Teil der Präventionsarbeit der Pädagogischen Puppenbühne der Polizeidirektion Oldenburg. Diese war in Person von Linda Bannach, Torsten Blume und Jutta Hartz in Wardenburg zu Gast.
„Netz-Dschungel“ heißt das Stück, mit dem die Polizisten die Dritt- und Viertklässler der Grundschule auf eine 35-minütige Reise in die Irren und Wirren des Internets nahmen. „Wir wollen vermitteln, wie schnell falsche Entscheidungen getroffen werden. Es ist wichtig, damit früh zu beginnen, da die Kinder heute früh Zugriff aufs Internet haben“, erklärte Torsten Blume.
Teil der Arbeit sei auch die Nachbereitung der Stücke in den Klassen. „Wir fertigen Plakate an, stellen Regeln auf und geben für die Eltern Regeln mit, wie man das Internet sicherer gestalten kann“, erläuterte Blume. Ein Beispiel sei die Startseite „Google“, die Kinder auf die „falsche Bahn bringen“ könne. Besser seien kinderfreundliche Startseiten wie www.blinde-kuh.de oder www.fragfinn.de.
„Die Kinder wissen viel darüber, was sich im Internet tut. Die Aufführungen helfen sehr gut, Gefahren zu verstehen“, betonte Margret Meyer, die zusammen mit Kirsten Cordes für die Präventionsarbeit an der Grundschule zuständig ist. „Netz-Dschungel“ ist nur eines von drei Präventionsstücken, das die Puppenbühne aufführt. Am Dienstag inszenierten die Polizisten auch „Geschnallt!?“, ein Stück zum Thema Verkehrserziehung, für die ersten und zweiten Klassen der Grundschule.
