Oldenburg - Für einige ist es Jahre her, dass sie durch die Gänge ihrer alten Schule gelaufen sind, für andere sind diese Zeiten noch nicht so lange vorbei. Abiturienten aus verschiedensten Jahrgängen, unter anderem aus 2015, 2007 oder 1983, trafen sich am Sonntag an ihren früheren Schulen zu den jährlich stattfindenden Ehemaligentreffen.
In der Stadt luden das Herbartgymnasium Oldenburg, das Neue Gymnasium Oldenburg, das Gymnasium Eversten, die Cäcilienschule und die Helene-Lange-Schule zu den Treffen ein. Sie sollen zum gemeinsamen Austausch unter den früheren Schülern der Schulen genutzt werden, aber auch um sich nach langer Zeit wieder mit seinen früheren Mitschülern an ihrem Gymnasium zu treffen. Einige Schulen, wie das Herbartgymnasium oder die Cäcilienschule, boten auch Rundgänge durch ihr Schulgebäude an, damit die Ehemaligen, dessen Abitur schon etwas zurückliegt, die Chance hatten, sich Änderungen in ihrer alten Schule etwas genauer anzuschauen. Die Rundgänge seien eine tolle Gelegenheit, findet Ulrike Strohm, Abiturientin 1980 von der Cäcilienschule. „Man guckt sich gerne die Schule an, weil man lange nicht mehr hier gewesen ist“, so Strohm.
Viele kamen aber nicht nur wegen der Schule an sich, sondern wegen ihren ehemaligen Klassenkameraden. „Man möchte wissen, was die Leute aus seinem Jahrgang jetzt machen“, sagt Kristof Lange. Er hat 2011 sein Abitur am Gymnasium Eversten gemacht und traf sich mit anderen Abiturienten aus seinem Jahrgang in der Cafeteria der Schule, um über ihre Schulzeit und über ihre jetzige Situation zu reden.
Sogar Abiturienten und Abiturientinnen, die dieses Jahr ihren Abschluss gemacht haben, hatten großes Interesse daran, auf den Treffen ihre alten Mitschüler zu sehen. „Es ist so, dass man viele aus seinem Jahrgang seit dem Ende der Schule einfach nicht wieder gesehen hat, auch wenn es nicht so lange her ist“, stellt Leonie Peichert vom Herbartgymnasium fest. „Viele aus meinem Jahrgang sind momentan in ganz Deutschland oder der ganzen Welt verstreut. Es ist schön, jetzt ein paar Leute wiederzutreffen“, freut sich Tobias Struck, ebenfalls ein Abiturient vom Herbartgymnasium von 2015.
Auf den Ehemaligentreffen in den Cafeterias der Schulen hatten die Gäste die Möglichkeit, Snacks und Getränke zu genießen. Einige kamen mit ihren Familien, andere hatten sich wiederum mit früheren Klassenkameraden verabredet. „Man ist irgendwie noch mit seiner alten Schule verbunden, deswegen kommt man gerne her“, stellt Alina Baur fest. Sie machte ihr Abitur 2007 am Herbartgymnasium. Unter den Anwesenden der Treffen waren auch viele Lehrer. Diese hatten dann auch die Möglichkeit, sich über den Werdegang ihrer früheren Schüler zu informieren und sich mit ihnen auszutauschen.
Viele der Ehemaligen kommen fast jedes Jahr. „Es ist langsam wie eine Weihnachtstradition. Man trifft sich hier jedes Jahr und man sieht, was sich verändert hat bei seinen alten Mitschülern und bei der Schule“, freut sich Birgit Menzel aus dem Abiturjahrgang 1982 des Neuen Gymnasiums. Für Menzel’s früheren Mitschüler Henning Grote spielt Neugier eine entscheidende Rolle bei den Treffen. „Es ist ein Wiedersehen nach langer Zeit. Mit den Menschen und mit der Schule. Man tauscht sich untereinander aus, wie sich das Leben verändert hat. Man guckt aber auch gerne, ob sich die Schule entwickelt hat oder ob alles gleich geblieben ist“, so Grote.
