WIEFELSTEDE - Bürgermeister Helmut Völkers riet, „die Angelegenheit noch sehr, sehr vorsichtig zu behandeln“. Er meinte die private Initiative zur Gründung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Neuenkruge. Das Land könne den bereits vorliegenden Antrag auf Genehmigung einer solchen Schule erst prüfen, wenn ein geeignetes Gebäude vorhanden sei, erklärte Völkers in der jüngsten Schulausschusssitzung.
Die Initiatoren wollen für die IGS offenbar das alte Schulgebäude in Neuenkruge anpachten, hieß es im Ausschuss. Ob das klappt, hänge also nicht zuletzt auch von den Verhandlungen mit dem Eigentümer ab, erklärte der Bürgermeister. Wie die Verwaltung im Ausschuss erklärte, wollen die Initiatoren laut Antrag bereits am 1. August 2011 den Schulbetrieb in Neuenkruge aufnehmen und die Schule einzügig führen. Zu diesem Zeitpunkt – so Regierungsschuldirektor Manfred Janßen im Ausschuss – sei jedoch unklar, ob das klappt. Derzeit habe das Genehmigungsverfahren noch gar nicht begonnen, bestätigte Janßen die Aussage des Bürgermeisters. Im Ausschuss hieß es, die Initiatoren hätten bereits eine Stellenausschreibung zum 1. August 2011 geschaltet.
Jens-Gert Müller-Saathoff (Grüne) und auch Dennis Rohde (SPD) machten ungeachtet einer möglichen Realisierung des Projektes im Engagement der Initiatoren ein großes Interesse an einer IGS im Ammerland aus. Rohde weiter: „Bedenklich ist, dass man sich im Ammerland dabei in private Modelle flüchten muss.“
