WIEFELSTEDE - „Holprig“ gestaltete sich in der jüngsten Vergangenheit aus Sicht der Gemeindejugendpflege die Zusammenarbeit mit der Haupt-und Realschule Wiefelstede beim Thema Ganztagsschule, für die die Jugendpflege auch AG‘s anbietet. Seit mit Beschluss des Verwaltungsausschusses vom 19. November 2007 – also in nicht öffentlicher Sitzung – in einem Kooperationsvertrag zwischen Gemeinde und Schule geregelt wurde, was offenbar nach Meinung beider Seiten vorher auch ohne Vertrag funktioniert hatte, begannen die Schwierigkeiten: Im Vertrag war nämlich eine Vergütung jeder Unterrichtsstunde, die die Jugendpflege im Nachmittagsbereich der Schule leistet, festgelegt worden.

In der jüngsten Sitzung des Jugendausschusses wurde deutlich, dass seitdem AG‘s in dieser Kooperation nicht mehr funktionierten, weil etwa die Schule zwei Fachkräfte für eine AG nicht mehr zahlen konnte. Auch kleinere AG‘s mit lediglich sechs Teilnehmern waren da seitens der Schule nicht mehr wirtschaftlich, obwohl pädagogisch sinnvoll. All dies, so wurde im Ausschuss deutlich, war vorher ohne Bezahlung prima gelaufen. Das erklärten Jugendpflege und Vertreter der Schule im Ausschuss übereinstimmend.

Welchen Sinn der Vertrag eigentlich erfüllt, das erschloss sich auch großen Teilen des Ausschusses letztlich nicht so recht. Nachdem Dennis Rohde für die Mehrheitsgruppe aus SPD und Grünen eine Beratungspause erbeten hatte, empfahl der Ausschuss einstimmig, den Kooperationsvertrag zunächst bis Schuljahresende laufen zu lassen, jegliche Bezahlung ruhen zu lassen und zum Ende des Schuljahres im Ausschuss nochmals Bilanz zu ziehen.