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Dlrg Wiefelstede Sich selbst und anderen in Notsituationen helfen

Imke Harms

Wiefelstede - Einen Wadenkrampf hatte wohl jeder schon einmal. Sehr schmerzhaft. Wenn man dabei im Bett liegt oder eine Treppe hinaufsteigt, ist das zwar unangenehm, in der Regel aber nicht gefährlich. Anders sieht das aus, wenn der Krampf im Wasser auftritt. „Dann ist es wichtig, die eigenen Schwimmfähigkeiten gut einschätzen zu können und Methoden parat zu haben, wie man sich selbst retten kann“, sagt dazu Karin Jehle. Sie ist die Technische Leiterin der Ortsgruppe Wiefelstede in der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

DLRG Wiefelstede

Die Ortsgruppe des Vereins hat derzeit knapp 400 Mitglieder.

An fünf Terminen in der Woche bietet die DLRG Wiefelstede Kinder-, Jugend- und Erwachsenenschwimmen an.

Bei dem Aktionstag bieten die Experten zunächst einen Überblick über die verschiedenen Rettungstechniken und -materialien. Anschließend üben die Teilnehmer alles in der Praxis.

Teilnehmende Schüler bekommen zum Schluss eine Urkunde.

Vierstündiges Programm

Gemeinsam mit ihren Kollegen Marlon Scholz, Kerstin Willms und Franziska Hanke hat sie im Swemmbad in Wiefelstede einen Aktionstag organisiert. Unter dem Motto „Sicheres Schwimmen und Sicherheit im Wasser“ konnten Acht- und Neuntklässler der Oberschule Wiefelstede innerhalb von vier Stunden lernen, wie sie am besten reagieren, wenn sie selbst, oder jemand anderes in eine Gefahrensituation im Wasser gerät. „Es geht auch darum, den Schülern mögliche Ängste zu nehmen, indem sie verschiedene Rettungstechniken kennenlernen“, erklärt Jehle das Konzept. Die erfahrene Schwimmerin weiß: „Vielen fehlt einfach das Selbstvertrauen, um in einer gefährlichen Situation einzugreifen.“ Damit sich das ändert, standen einige Punkte auf der Tagesordnung: Die Schüler bekamen das richtige Abschleppen gezeigt, „und zwar sowohl von solchen Personen, die noch bei Bewusstsein sind, als auch von Bewusstlosen“, so Jehle. Außerdem kamen sie in Kontakt mit verschiedenen Hilfsmitteln wie einem Rettungsball, einer Boje und einem Rettungsgurt. Abschließend zogen sich die 13 Schüler Kleidung über und übten, auch mit dieser Erschwernis sicher wieder an Land zu kommen.

Konzentriert dabei

Der Sport- und Schwimmlehrer, Daniel Angelini, war ganz angetan: „Das Programm ist nicht ohne, aber alle sind echt gut bei der Sache“, freute er sich. Konzentriert erfüllten die Jungen und Mädchen ihre Aufgaben. Und wer weiß, vielleicht hat ja der ein oder andere künftig auch Lust, ein wenig mehr übers Rettungsschwimmen zu erfahren. „Neben der Sensibilisierung für das Thema wäre das natürlich für uns schön“, konstatierte auch Karin Jehle. Die Ortsgruppe Wiefelstede könne jederzeit weitere Jugendliche gebrauchen, die sich weiterbilden zu Rettungsschwimmern.

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