WIEFELSTEDE - Reges Interesse am Informationsabend zur Oberschule herrschte am Dienstagabend bei rund 200 Eltern. Auf dem Podium diskutierten Jörg Pieper (Fachdienstleiter Schulen), Manfred Janßen (Schulbehörde), Bürgermeister Helmut Völkers, Marc Brinkmann (Leiter HRS Wiefelstede), Dr. Ursula Held (Leiterin Grundschule Wiefelstede) und Horst Cas-pers vom Landkreis.

Manfred Janßen erläuterte die Modelle der Oberschule, die von der fünften bis zur zehnten Klasse eingerichtet werden kann: Zum einen könne diese als Schule ohne gymnasialen Zweig und mindestens zweizügig angeboten werden oder als Oberschule mit gymnasialem Zweig in mindestens dreizügiger Form.

Verwirrung gab es bei den Eltern besonders bei dem jahrgangsbezogenen Unterricht. In dieser Form werden die Schüler, unabhängig von Haupt-, Realschul- oder Gymnasialempfehlung zu gleichen Schülerzahlen in einer gemeinsamen Klasse unterrichtet. Für die Schüler würden aber trotzdem unterschiedliche Lehrpläne gelten, hieß es vom Podium.

Sorgen machten sich die Eltern auch über den Übergang von Oberschule zum Gymnasium in der elften Klasse. „Völlig unbegründet“, sagte Manfred Janßen von der Schulbehörde. Marc Brinkmann verglich die Oberschule mit der 2005 abgeschafften Orientierungsstufe. Er sieht die Vorteile in einer Oberschule darin, dass die Grundschüler in der vierten Klasse nicht mehr dem Druck ausgesetzt sind, eine Gymnasialempfehlung zu erreichen, wenn sie ab der fünften Klasse in eine jahrgangsbezogene Oberschule wechseln würden. Auch die Anforderungen an die Schüler verglich Brinkmann mit den Anforderungen an eine Orientierungsstufe.

Die Abschlüsse an einer Oberschule entsprechen dem jetzigen System der Haupt- und Realschule. Die Oberschule kann ab August dieses Jahres, also anstelle einer zusammengefassten sowie selbstständigen Haupt- und Realschule oder einer Kooperativen Gesamtschule, eingerichtet werden.