WIEFELSTEDE - „Ich habe den Eindruck, dass die 1,6 Millionen Euro gut angelegt sind“, sagte der niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann am Freitagnachmittag bei der Einweihung der neuen Mensa an der Haupt- und Realschule Wiefelstede. Er sprach damit auf die genau 1,593 Millionen Euro an, die der Bund für den Neubau gegeben hatte, der insgesamt 2,05 Millionen Euro gekostet hatte. Schulleiter Hans-Joachim Wülfrath konnte seine Rede denn auch nur – in Anspielung auf den Auftritt des Wiefelsteder Gospelchores „Colourful Voices“ – mit „Oh Happy Day“ beginnen.

„Ein großer Tag, der eine Zäsur in der Entwicklung der Schule darstellt“, sagte der Schulleiter und sprach damit auch auf die Ganztagsschule an, der man mit dem Neubau mit Beginn des neuen Schuljahres in vollem Umfang gerecht werden könne (wir berichteten): „Jetzt liegt es an uns, diese Investitionen in gute pädagogische Arbeit umzusetzen.“ Er sei sicher, dass „wir eine neue Schulkultur erleben werden“.

Architekt Enno Dohrn vom Architekturbüro de Witt, Dohrn und Janssen aus Bad Zwischenahn, das in Wiefelstede bereits für den Bau des Hallenbades verantwortlich zeichnete, zählte 223 Arbeitstage bis zur Vollendung des Neubaus – und nannte, ohne ansonsten beim verbauten Material ins Detail zu gehen, 21 000 Meter Kabel, die für Strom und Medien in den Neubau eingebracht wurden. Dohrn brachte seitens der am Bau beteiligten Firmen auch noch einen Scheck über 1250 Euro für die Schule mit.

Bürgermeister Helmut Völkers, der den Schlüssel für den Neubau aus der Hand des Architekten entgegennahm und ihn später an den Schulleiter weitergab, ließ bei aller Freude nicht unerwähnt, dass man noch nicht am Ziel angekommen sei und spielte auf den Wunsch nach einem gymnasialen Angebot in der Gemeinde an.

Schulband, Theatergruppe der Klassen 10 und der Gospelchor „Colourful Voices“ begleiteten die Feier, zu der auch die Konrektorin des Gymnasiums in der polnischen Partnergemeinde Chocz, Aldona Kedzierska, Glückwünsche aussprach. Erste Bewährungsprobe für den Neubau wird in 14 Tagen die Abschlussveranstaltung der zehnten Klassen sein.