WIEFELSTEDE/METJENDORF - Den höchsten Rücklauf hatten kreisweit die Grundschulen in der Gemeinde Wiefelstede: 57,2 Prozent der Eltern – das sind 425 Eltern oder Elternteile – haben an der Trendabfrage des Kreiselternrates zur Schulentwicklung teilgenommen – wobei sich 63,53 Prozent der Befragten eine Integrierte Gesamtschule (IGS) im Ammerland wünschen. Folglich sprechen sich 36,47 Prozent für das dreigliedrige Schulsystem aus. Diese noch vorläufigen Zahlen, die den klaren Trend aber bereits vorgeben, legte jetzt der Gemeindelternrat auf den Tisch.

In der Grundschule Metjendorf sprachen sich 129 Befragte für eine IGS und 66 für das dreigliedrige Schulsystem aus. In Wiefelstede wollen 141 Befragte eine IGS und 89 nicht. Zusammengenommen sprachen sich 270 Befragte für eine IGS aus, 155 nicht.

Auch in den Kindergärten der Gemeinde Wiefelstede war die Umfrage gestartet worden. Dort sprachen sich 93 Befragte (72,09 Prozent) für eine IGS aus, 36 (27,91 Prozent) nicht.

Die Elternräte der Grundschulen in Wiefelstede und Metjendorf werden im April zunächst in getrennten Sitzungen die Zahlen der Trendabfrage vorstellen, bevor am 20. April der Gemeindelternrat zum Thema tagt.

„Die Eltern haben sich für eine alternative Schulform im Landkreis Ammerland ausgesprochen; in diesem Fall eine IGS“, erklärte in diesem Zusammenhang Dr. Ralf Müller, Vorsitzender des Schulelternrates der Grundschule Wiefelstede, auch für den Gemeindeelternrat. Es gebe aber noch Informationsbedarf. Für den Gemeindeelternrat gibt es derzeit im Gemeindegebiet kein dreigliedriges Schulsystem, weil es kein gymnasiales Angebot in der Gemeinde gebe, sagte Müller. Klares Ziel des Gemeindeelternrates sei es daher auch, die Schulsituation in Wiefelstede zu verbessern.

Derzeit stehe der Gemeindeelternrat jedoch Seite an Seite mit dem Kreiselternrat, wenn es darum gehe, in erster Linie ein alternatives Schulangebot auf Kreisebene zu etablieren.