WIEFELSTEDE - Integrierte Gesamtschule (IGS) für Wiefelstede beantragen, die dafür notwendigen Verfahrensschritte einleiten: So lautet Punkt 1 eines geänderten Änderungsantrages der Mehrheitsgruppe von SPD und Grünen im Wiefelsteder Gemeinderat, dem der Verwaltungsausschuss (VA) am Montagabend nach Angaben von Bürgermeister Helmut Völkers „mit großer Mehrheit“ zugestimmt hat. Allerdings gehen SPD und Grüne – deshalb geänderter Änderungsantrag – nun auf Nummer sicher. Punkt 2 des Antrags lautet: „Sollte die Einrichtung einer IGS aus rechtlichen Gründen nicht möglich sein, beantragt die Gemeinde Wiefelstede beim Landkreis alternativ die Einrichtung einer Kooperativen Gesamtschule (KGS)“.
Damit hält sich der VA die Option einer KGS in Wiefelstede offen, für die sowohl Landkreis, als auch Landesschulbehörde und die Wiefelsteder CDU bereits zustimmende Signale ausgesandt hatten (die NWZ berichtete). Der Änderungsantrag enthält zudem den Passus: „Im Rahmen des Verfahrens beantragt die Gemeinde Wiefelstede, die Elternbefragung durchzuführen“. Und: „Eine Vorab-Festschreibung nur auf den Sekundarbereich I ist nicht vorzusehen“. Diese Empfehlung des VA an den Gemeinderat – er tagt am 22. Juni – wird jetzt dem Landkreis vorgelegt, erklärte der Bürgermeister.
Hintergrund: Der Kreisschulausschuss tagt am Donnerstag, 14. Mai, auch zum Thema „Schulentwicklung“. Und der Beschlussvorschlag der Kreisverwaltung macht sich erwartungsgemäß für eine KGS im Sekundarbereich I stark.
Mit ihrem Änderungsantrag hatte die Mehrheitsgruppe – wie berichtet – zunächst die Empfehlung des Wiefelsteders Schulausschusses kippen wollen, der sich für eine KGS in Wiefelstede entschieden hatte – und stellte sich damit in eine Reihe mit dem Gemeindelternrat, der sich gerade nach der Trendabfrage des Kreiselternrates für eine IGS in Wiefelstede stark gemacht hatte. Mit dem geänderten Änderungsantrag hält sich die Gemeinde Wiefelstede nunmehr die Option einer KGS für Wiefelstede offen.
