WIEFELSTEDE - Die Diskussion darum, ob im Ammerland eine Integrierte Gesamtschule (IGS) eingerichtet werden soll, prägte jüngst – wie berichtet – auch die Sitzung des Kreisschulausschusses, in der es um die Schulentwicklungsplanung ging. 1. Kreisrat Heiko Meyer und auch Landrat Jörg Bensberg hatten bekräftigt, dass eine IGS aufgrund der geringen Schülerzahlen in Wiefelstede nicht genehmigungsfähig sei und die Umwandlung einer Schule in eine IGS an einem anderen Standort im Ammerland bisher bewährte Schulen gefährden könnte. Das Konzept der Kreisverwaltung, das im Kreisausschuss vorgestellt wurde, hält in Wiefelstede bekanntlich aber die Einrichtung einer Kooperativen Gesamtschule (KGS) im Sekundarbereich I für möglich.

Der Wiefelsteder SPD-Ratsherr verweist in einer Pressemitteilung darauf, dass in Oldenburg mit seinen etwa 160 000 Einwohnern die mittlerweile dritte IGS gefordert werde. „Im Ammerland mit seinen knapp 120 000 Einwohnern soll nicht einmal eine IGS möglich sein?“ fragt Weden, dessen Partei bekanntlich ebenso wie die Wiefelsteder Grünen für die Einrichtung einer IGS in Wiefelstede plädiert.

Fragezeichen bleiben für den SPD-Ratsherrn und stellvertretenden Bürgermeister bezüglich der für die Einrichtung einer IGS geforderten Fünfzügigkeit: „In den vergangenen sechs Jahren war es so, dass selbst eine KGS vom Kreis abgelehnt wurde, weil die Schülerzahlen angeblich nicht ausreichten – und jetzt sei eine KGS mit einem Mal zumindest für den Sekundarbereich I doch möglich“, schreibt der SPD-Ratsherr: „Da darf Verwunderung wohl erlaubt sein“.

Betrüblich bleibe, dass das demokratische Recht der Eltern nicht berücksichtigt werde. Weden spielt auf die Trendabfrage des Kreiselternrates an, bei der sich die Mehrheit der Befragten für eine IGS im Ammerland ausgesprochen hatte.