WIEFELSTEDE - Die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit erreicht hat nach Ansicht der Mitglieder der UWG Wiefelstede die bestehende Schullandschaft im Ammerland, die vorwiegend durch das dreigliedrige Schulsystem aus Haupt- und Realschule sowie Gymnasium geprägt ist. Die heutigen Anforderungen an eine moderne Bildungslandschaft würden nur bedingt erfüllt, schreibt die Partei in einer Pressemitteilung.
„Negativ behaftet“
Gerade im Bereich der Hauptschulen komme es auch in Wiefelstede zu erheblichen Schwierigkeiten, da viele Eltern nicht mehr bereit seien, ihre Kinder an einer Hauptschule anzumelden. Der Begriff der Hauptschule sei durch vielfältige Berichterstattung mit einem negativen Image behaftet. In der Zukunft sieht die Unabhängige Wählergemeinschaft durchaus die Gefahr, dass etwa in Wiefelstede, wo im vergangenen Schuljahr nur noch zehn neue Hauptschüler hinzukamen, keine separate Hauptschulklasse mehr unterrichtet wird.
Trotzdem gebe es weiterhin Kinder, die den Bildungsanforderungen der Realschule oder des Gymnasiums mit dem „Turbo-Abitur“ (noch) nicht gewachsen sind und ihre Fertigkeiten in anderen Bereichen entwickeln oder erst später einen Wechsel auf eine andere Schulform erwägen. Sollte es in Wiefelstede keinen Hauptschulunterricht mehr geben, müssten diese Kinder auf andere Schulen der Nachbargemeinden ausweichen.
Problematik erkannt
Selbst die Landesregierung habe inzwischen die Problematik der Hauptschulen erkannt und erwäge den Zusammenschluss von Haupt- und Realschule. Da in Wiefelstede weiter ein gymnasiales Angebot fehle, sollte dieser Gedanke nach Ansicht der UWG konsequent weitergeführt werden und die Gesamtschule unbedingt in die Diskussion einbezogen werden. Sie stellt nach Meinung der UWG Wiefelstede durchaus eine Schulform dar, mit der sich Kinder, Eltern, Lehrer und gerade auch die Verantwortlichen der Ratsfraktionen in Wiefelstede intensiv auseinander setzen müssen. Dabei müsse „ideologie- und politikfrei“ der Frage nachgegangen werden, welches Schulangebot den Kindern in Wiefelstede die besten Startmöglichkeiten in ihre Zukunft bietet. Ein wichtiger Schritt hierzu sei eine sachliche Information aller Beteiligten, wie sie jetzt von den Elternvertretern der Wiefelsteder Schulen durchgeführt wird.
Möglichkeit eröffnen
Damit eine Änderung überhaupt herbeigeführt werden könne, setzt sich die UWG für eine Änderung des Schulentwicklungsplanes des Landkreises Ammerland ein. In diesem Plan müsse auch der Gemeinde Wiefelstede die Möglichkeit eröffnet werden, auf Änderungen der Schulpolitik unmittelbar zu reagieren und die Chance zu haben, ein Angebot im Bereich einer gymnasialen Schulform zu schaffen.
