WIEFELSTEDE - Ein weltweit genormter Pflanzenbestand wird genutzt. Daten wandern in eine weltweite Datenbank.
Von renate Dierks
WIEFELSTEDE - Mehr als 30 Kinder, Eltern, Lehrer und Mitglieder der Lokalen Agenda 21 haben jetzt einen Naturbeobachtungsgarten auf dem Gelände des Schulgartens bei der Haupt- und Realschule in Wiefelstede angelegt.An dem weltweiten Globe-Projekt beteiligt sich die Grundschule Wiefelstede bereits seit dem vergangenen Jahr. Ziel ist es, mit den intensiven Umweltbeobachtungen die Entwicklung und das Verantwortungsbewusstsein von Kindern und Jugendlichen für die Umwelt und für die Menschen zu fördern. So zählt unter anderem das Beobachten der Lufttemperatur und die jahreszeitlich wiederkehrenden Entwicklungsstadien der Pflanzen zu den Anforderungen an die beteiligten Schülerinnen und Schüler.
Die Grundschule in Wiefelstede ist der 28. Garten und gleichzeitig die dritte Grundschule in Deutschland, die einen phänologischen Garten anpflanzt. Europaweit gibt es 70 Globe-phänologische Gärten. Vorgeschrieben ist ein weltweit genormter Pflanzenbestand. Vorgeschrieben sind insgesamt acht Pflanzenarten: zwei Zaubernussarten, Schneeglöckchen, Forsythien, chinesischer Flieder, falscher Jasmin rot und weiß sowie Besenheide blühen verteilt über das ganze Jahr und bieten damit zu jeder Jahreszeit ausreichend Beobachtungsstoff.
Alle von den Schülerinnen und Schülern erfassten Daten werden in die weltweite Globe-Datenbank eingegeben. „Was hier heute läuft, ist einfach toll. Hier ist eine super Beteiligung vor Ort, der Funke ist übergesprungen“, freute sich Mitinitiator Robert Wrobel über die ersten sichtbaren Fortschritte bei den Arbeiten. Zuerst mussten die Pflanzbeete hergerichtet werden. Dann wurde eine Umrandung aus Buxus im Stil eines Bauerngartens gesetzt. Vor allem die praktischen Arbeiten machten den beteiligten Schülerinnen und Schülern besonders viel Spaß. „Das Wegbringen der Grasnarbe macht uns hier heute am meisten Spaß“, erklärte Alexander von Bloh aus Wiefelstede. Saskia Friedrichs (10 Jahre) aus Bokel freute sich besonders auf die Anpflanzungen der Blumen und Gehölze. „Zuhause haben wir auch einen großen Garten“, erklärte sie. Von jedem der von einer Ammerländer Baumschule extra für das Schulprojekt gesponserten Sträucher und Gehölze wurden jeweils zwei Stück nebeneinander gesetzt.
Auch die anwesenden Eltern legten kräftig Hand an. Während Inge Kuper, Mutter eines beteiligten Kindes und Mitglied im Schulelternrat, mit dem Spaten Grasflächen umgrub, konnte sich Wolfgang Overgöke aus Bokel noch gut an seine Schulzeit erinnern. „In diesem Schulgarten habe ich schon in meiner Schulzeit an einem Biologieprojekt mitgearbeitet“, schmunzelte Overgöke.
Zufrieden verfolgte auch Dr. Peter Gmähle von der Lokalen Agenda 21 den Fortschritt der Arbeiten. Ein eigens vom Hausmeister angefertigtes Eichenschild liefert weitere Informationen zum Projekt.
