Wiefelstede - Die Oberschule Wiefelstede ist bei dem Projekt „Zeitung in der Schule“ (ZiSch) mit den meisten Klassen vertreten. Zehn der insgesamt am Projekt teilnehmenden 34 Klassen kommen aus Wiefelstede – und damit arbeiten aus Wiefelstede aktuell 219 Schüler mit der NWZ.
Die Schüler bekommen seit Oktober jeden Tag die Nordwest-Zeitung in die Schule geliefert und setzten sich mit den aktuellen Nachrichten auseinander. ZiSch geht noch bis zum 15. Dezember und findet bereits zum 26. Mal im Nordwesten statt. Es wird es von der NWZ, der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) und dem IZOP-Bildungsinstitut aus Aachen veranstaltet. Die Schulen, die in diesem Jahr mitmachen, kommen aus den Landkreisen Ammerland, Wesermarsch und Friesland.
Natürlich sollen die Schüler die Zeitung nicht nur lesen, sie sollen auch eigene Seiten für die NWZ gestalten – dafür lernen sie, wie man eine Reportage schreibt, ein Interview führt oder auch für die Zeitung fotografiert.
Im Team arbeiten
„Ich finde es besonders gut, dass alle Schüler gemeinsam eine Recherche durchführen und als Team den Bericht fertigstellen und ihn auch in der Zeitung abgedruckt sehen“, erklärt Martina Heye, Lehrerin des Deutsch-E-Kursus der 9d. E-Kurs steht für erweiterte Anforderung. In diesem Kurs sind 19 Schüler.
An der Oberschule hätten die Lehrer gemeinsam entschieden, mit dem neunten Jahrgang an dem Projekt teilzunehmen. Die Schüler seien besonders an Themen aus der Region und dem Sport interessiert, erklärt sie.
Martina Boragno erhofft sich von ZiSch, dass die Schüler „zukünftig mehr Wissen über tagespolitische und aktuellen Themen“ bekommen und „somit zu kritischen Mitbürgern heranwachsen“, erklärt sie. Die Lehrerin nimmt mit den 18 Schülern des Deutsch-E-Kurses der Klasse 9c teil. Manon Isberner unterrichtet die zehn Schüler des Deutsch-E-Kurses der 9b. Schon jetzt könne sie beobachten, dass die Schüler besser mit der Zeitung umgehen könnten, als vor dem Start des Projektes.
Die Lehrerin Anna Kaucher ist mit zwei ihrer Klassen bei ZiSch vertreten, mit der 9a und der 10a. „Stärken des Projektes liegen in der Aktualität und Anschaulichkeit der Arbeit der Tageszeitung“, erklärt sie. So würden die Schüler einen direkten Bezug zwischen schulischen Inhalten und deren Bedeutung in der „realen“ Lebenswelt erhalten.
Mit ihrer zehnten Klasse möchte Kaucher sich besonders auf die Arbeit eines Reporters konzentrieren: Wie recherchiert man richtig? Wie führt man Interviews und wie wählt man Fotos aus, sind Fragen, mit denen sich die Schüler beschäftigen werden. „Eigenverantwortung, Eigentätigkeit und Teamarbeit werden so zum einen gestärkt und zum anderen wird die Arbeit eines Journalisten in seiner Vielseitigkeit transparent“, erzählt sie.
Themen selbst suchen
Susanne Rangnow unterrichtet die 8b mit 20 Schülern. Sie sieht eine Stärke des Projektes darin, dass die Schüler Gedrucktes schätzen lernen können – denn in der Zeitung ließe sich besser blättern, markieren, nachschlagen, unterstreichen und rausreißen, als es bei einem E-Paper auf dem Tablet möglich wäre. Als Langzeitarbeitsthemen für die Beschäftigung mit der Zeitung haben sich ihre Schüler unter anderem die Themen Kriminalität, Schule/Bildung, Bundesliga und Darstellung von Prominenten ausgesucht.
