WILDESHAUSEN - Die Fußball-T-Shirts hingen an der Brüstung, auf der großen Leinwand hinter der Bühne war eine volle Arena eingeblendet, selbst in den Blumenkästen steckte das runde Leder. Die Abschlussfeier der Hauptschule Wildeshausen in der Pausenhalle stand ganz im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft. Selbst der Programmablauf mit Reden, vielen Musikstücken von Rap bis Klassik und natürlich der Zeugnisübergabe war auf einem Spielfeld mit Rückennummern versehen. Folglich war es nur logisch, was Schulleiterin Dorit Hielscher den Abgängern zurief: „Für die Zukunft alles Gute, bleibt am Ball, denn es wird noch mehr Meisterschaften geben.“

Viele Angehörige und Ehrengäste verfolgten die gelungene Feier, durch deren Programm Jessica Preuschaft führte. Zu den Gästen zählte die erste stellvertretende Bürgermeisterin Anke Spille aus Dötlingen. Die Stadt Wildeshausen war nicht vertreten.

Hielscher hob hervor, dass mit den Abschlussjahrgängen die Sieger an der Hauptschule schon feststünden – im Gegensatz zur WM. Zunächst nannte sie die 14 Schüler der Projektklasse (VPOP). Sie seien nicht nur schulisch weitergekommen, sondern hätten auch an zwei Tagen die Woche in Betrieben praktische Erfahrungen gesammelt. 12 Schüler haben den Hauptschulabschuss erreicht, sechs beginnen nach den Ferien eine Ausbildung. „Eine tolle Leistung“, sagte Hielscher. Gering ist die Zahl der Abgänger nach Klasse neun: Lediglich acht sind es, alle anderen machen weiter. Von den 52 Zehntklässlern gehen 33 mit einem Realschulabschluss, Elaine-Christin Münke gar mit dem erweiterten Abschluss. Dafür bekam sie ein Präsent vom Vertreter des Fördervereins, Volker Jaentsch, überreicht. Mit 65 Prozent ist der Anteil der Realschulabschlüsse so hoch wie nie zuvor.

Den Teamgedanken der WM: Hielscher griff ihn auf, ebenso Schulsprecherin Maya Poppe und Elternvertreter Bert Mennenga. Lehrer, Sekretärin, Sozialpädagogen, Schulassistent und Hausmeiter: Alle hätten mit den Jugendlichen an einem Strang gezogen. „Ihr habt erfolgreich im Team Hauptschule mitgearbeitet“, lobte die Schulleiterin die Abgänger.