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AKTION Junge Detektive jagen den Kofferdieb

USU

WILDESHAUSEN - Die 18 Kinder der 3c der Holbeinschule und ein Dutzend Väter hatten es sich gerade vor dem Radio gemütlich gemacht. In der Aula der Wildeshauser Grundschule saßen sie auf Luftmatratzen und Schlafsäcken beisammen und lauschten dem Auftakt der ARD-Radionacht für Kinder „Verdacht nach 8“. Da geschah es plötzlich: Ein „Dieb“, vermummtes Gesicht, stürmte in die Aula und schnappte sich einen schwarzen Koffer am Eingang. Einige Jungen wollten ihm gleich hinterher stürmen, doch das verhinderten einige Erwachsene. Schließlich wussten die Väter ganz genau, wer da den Koffer stibitzt hatte. Sie hatten nämlich den „Täter“ engagiert, um passend zu der fünfstündigen Hörspielnacht rund um die Polizei den Kindern einen spannenden „Fall“ live vor Ort zu bieten.

Die Kinder alarmierten sofort die „Polizei“, die nur eine Minute später schon vor Ort war. Da wunderten sich schon einige, wie schnell das gegangen war. Des Rätsels Lösung ahnten sie aber nur: Natürlich war auch der Beamte in Uniform von den Organisatoren im Vorfeld eingeweiht worden. Die Kinder schilderten dem Polizisten, was sie beobachtet hatten. Dann erhielten sie jeder einen eigenen Detektiv-Ausweis, und die „Fahndung“ begann.

In den folgenden Stunden boten einige Geschichten der Radionacht, von Sherlock Holmes bis zum Sondereinsatzkommando (SEK), willkommene Zeit zum Luftholen für die jungen Detektive (und auch die voll beschäftigten Väter sowie Klassenlehrerin Stefanie Kutz). Denn manche Aufgabe galt es zu lösen, um den Koffer wiederzubekommen. Da mussten die Kinder sich durch ein Labyrinth schlängeln, um Puzzleteile für eine Handynummer zu bekommen, um einen wichtigen Zeugen zu sprechen. Sie fanden Autoschlüssel und eine Skizze, und kurz vor Mitternacht hatten sie den Koffer im Auto entdeckt.

Danach wurde es in der Aula relativ schnell ruhig: Der „Verdacht nach 8“ ließ die Jung-Detektive kurz vor 1 schnell einschlafen. Ein gemeinsames Frühstück am nächsten Morgen rundete die Aktion der Väter ab. Einmütige Stimmung: Der Fall wurde mustergültig gelöst.

Grundschüler der Dötlinger 3a im krimifieber bei der Radionacht

In der Grundschule Dötlingern

beteiligten sich 13 Mädchen und Jungen der Klasse 3a von Lehrerin Ute Domsky an der Krimi-Radio-Nacht. Dazu erhielt das Klassenzimmer ein neues Outfit. Luftmatratzen und Schlafsäcke prägten das Bild und ein großes Radio, das in der Mitte der Schulkinder seinen festen Platz hatte. „Zu Beginn haben wir alle Radio gehört“, so Klassenlehrerin Ute Domsky. „Jetzt können die Kinder erstmal auf eigene Initiative etwas unternehmen.“ Manche gingen in den Leseraum und stöberten in mitgebrachten Krimis. Andere plauderten munter in der Ecke oder machten Spiele. Später galt es mit Taschenlampe und viel Aufmerksamkeit im angrenzenden Klassenzimmern Indizien für einen Kriminalfall zu finden. Zu suchen waren jeweils drei rote Zettel, die zuvor in den Räumen versteckt worden waren. Am Sonnabend endete mit Frühstück die gelungene Radionacht. pk
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