WILDESHAUSEN - Umwelt- und Naturschutz ist in der Wildeshauser Hunteschule immer ein Thema. Unter anderem wurde die Förderschule Lernen für ihre Aktivitäten und ihr Engagement bereits als Umweltschule ausgezeichnet und schon zweimal – 2006 und 2009 – mit dem Umweltpreis der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg bedacht. Energieeffizienz und nachhaltiger Umgang mit Ressourcen ist auch ein großes Anliegen der Berufsfachschule Metallbau und Versorgungstechnik der BBS Wildeshausen, die sich mit der Schülerfirma „Metallic – die neue Energie“ besonders mit Fragen des Klimaschutzes auseinandersetzt. Kein Wunder also, dass beide Schulen seit Jahren gemeinsame Projekte betreiben. Im Jahr 2011, dem „Internationalen Jahr der Wälder“, ist es wieder einmal soweit: Zwölf 15- bis 18-jährige BBS-Schüler mit ihrem Lehrer Holger Adomat und acht Mädchen und Jungen aus den Klassen 1 bis 3 der Hunteschule mit Lehrerin Ingrid Berghaus haben sich zusammengetan, um etwas gegen das Waldsterben zu tun.

„Wir holen die Wirklichkeit von draußen ins Klassenzimmer und lassen die Kompetenzen der beiden Gruppen zusammenfließen“, erläuterte Adomat die aktuelle Kooperation. Und die sieht so aus: Die Kinder der Förderschule hatten sich überlegt, dass ihnen die größeren Berufsschüler bei ihrem Projekt im Biologieunterricht helfen könnten und gaben bei der Schülerfirma einen Pflanzwagen aus Metall in Auftrag. Dieser wurde im Unterricht des vergangenen halben Jahres nach Maß gefertigt und am Dienstag an die kleinen Kunden übergeben. Darauf können sie jetzt die aus selbst gesammelten Zapfen gewonnenen Samen in Pflanzschalen großziehen, um die Setzlinge später in den Wald zu bringen, wo sie zu richtigen Bäumen heranwachsen sollen, die schließlich einmal zur Reduzierung des schädlichen Treibhausgases CO beitragen können.

„So lernen die Kinder ganz konkret umweltverträgliches Handeln“, beschrieb Ingrid Berghaus Sinn und Zweck des Projekts. Holger Adomat spendierte am Ende des gemeinsamen Vormittags als Belohnung noch eine Runde Pizza für alle.