WILDESHAUSEN - Zu einem Erfolgsmodell scheint sich das Projekt „Streicherklasse“ zu entwickeln, das in Kooperation zwischen dem Gymnasium Wildeshausen und der Musikschule des Landkreises im Schuljahr 2008/09 fortgeführt wird. Die mit dem noch laufenden Schuljahr begonnene Streicherklasse geht dann in den zweiten Jahrgang. Zugleich gibt es wieder viele Anmeldungen für eine Streicherklasse, die den Lehrgang mit der neuen fünften Klasse beginnen wird. Das berichtete Rafael Jung, Leiter der Kreismusikschule.

In einer „Streicherklasse“ erlernen alle Kinder von Anfang an ein Streichinstrument. Violine, Viola, Violoncello und sogar kleine Kontrabässe sind dabei im Einsatz. Ein spezielles pädagogisches Konzept, die „Rolland-Methode“, erlaubt es, den Instrumentalunterricht im Klassenverband zu erteilen. Dabei arbeiten zwei Lehrerinnen im „Team-Teaching“ zusammen, so Jung. Während die eine die Klasse insgesamt anleitet, geht die andere durch die Reihen, hilft und korrigiert beim Spiel der Instrumente. Für dieses „Team-Teaching“ zeichnen Heidi Bovensmann vom Gymnasium als Geigerin und Christiane Rudolph von der Musikschule des Landkreises verantwortlich. Beide sind entsprechend ausgebildet.

Nach Abschluss des Streicherklassenlehrgangs können die Kinder dann in kleineren Gruppen und im Einzelunterricht ihre Ausbildung am Instrument in der Musikschule fortsetzen.