Wildeshausen - Bereits zum vierten Mal findet am Dienstag, 4. Juni, die Aktion „Schule trifft Wirtschaft“ in Wildeshausen statt. Unter dem Motto „Ausbildungsreise 4.0“ bietet sich für insgesamt rund 320 Schüler und Schülerinnen von vier Wildeshauser Schulen die Möglichkeit, einen von 28 Betrieben zu besichtigen – vom Bestattungsunternehmen über Verwaltung und Steuerberatung bis hin zum Maschinenbauer. Die Schüler werden dabei gezielt im vorbereitenden Unterricht für die jeweiligen Betriebe ausgesucht, um sicherzustellen, dass der Betrieb, den sie besuchen, auch ihren Interessen und Neigungen entspricht. Schüler aus der Haupt- und Realschule Wildeshausen, dem Beruflichen Gymnasium Wildeshausen sowie der IGS Gut Spasche nehmen teil. Das Gymnasium Wildeshausen habe seine Teilnahme kurzfristig abgesagt.

Gestaltet hat das Projekt das Schülerteam „Meet your chance“ (zu deutsch: „Triff deine Chance“). Es besteht aus zwölf Schülern des Beruflichen Gymnasiums der Berufsbildenden Schulen Wildeshausen. Gemeinsam mit den Initiatoren der Aktion, Ralf Röhl, Lehrer am Beruflichen Gymnasium, und Helmut Rang, Geschäftsführer des teilnehmenden Unternehmens Rang Bau, zeichnet das Team verantwortlich für die Organisation des Tages. Dies beinhaltet sowohl die vorbereitende Planung als auch die Betreuung der Durchführung am Aktionstag. Überdies haben die Schüler für den Aktionstag eine eigene Homepage (bit.ly/ausbildungsreise) erstellt. Federführend für die Veranstaltung ist neben dem Beruflichen Gymnasium die Mittelstandsvereinigung Wildeshausen (MIT).

Zum ersten Mal dabei ist in dieser Runde das Unternehmen Geestland, das jüngst der MIT beigetreten ist. „Wir sind sehr gespannt, wie es laufen wird“, meint Ute Baltkowski von Geestland. Zum dritten Mal nimmt das Unternehmen Erxleben an der Ausbildungsreise teil. „Wir wissen, dass wir mehr tun müssen“, sagt Ausbildungsleiter Carsten Zejunc. Mit „Schule trifft Wirtschaft“ verzeichnete Erxleben bereits einen ersten Vermittlungserfolg, berichtet Zejunc. „Ein Freund eines Schülers, der bei uns war, ist jetzt bei uns in der Ausbildung.“

Röhl beschreibt die „in der Region ziemlich einmalige Aktion“ als „proaktives Begegnen auf den Fachkräftemangel“. Der Aktionstag könne eine Initialzündung sein, um Schüler in der Region zu halten und sie hier in ein Praktikum, duales Studium oder eine Ausbildung zu bringen. Wie das Beispiel Erxleben zeigt, kann diese Formel Erfolg haben.