WILDESHAUSEN - Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge weilte vor ein paar Jahren in Amsterdam. „Die Stadt habe ich in bleibend guter Erinnerung“, erzählte der Verwaltungsmann am Montagabend am Rande der Ausstellungseröffnung „Amsterdam in Wildeshausen“ im Stadthaus. Bis 3. Juni kann er sich jetzt tagtäglich beim Gang durch das Stadthaus an jene Reise erinnern, denn rund 50 schmucke Bilder aus der niederländischen Hauptstadt zieren bis dahin die Wände des Stadthauses. „Das trifft die Stimmung in Amsterdam“, so der Verwaltungsmann über die Ausstellung des Seminarfachkurses „Fotografie“ des Gymnasiums Wildeshausen.
Vor vielen Besuchern übernahm Ufferfilge die offizielle Eröffnung. „Ich habe die Bilder schon mehrfach angesehen, es ist eine sehr breite Palette“, lobte er. Er freute sich, dass eine ortsansässige Schule mal wieder das Stadthaus als Ausstellungsraum nutzt.
Kurz und knapp hielten sich auch die beiden Rednerinnen des Schülerschaft, Julia Eylers und Mandy Stelter. Sie dankten zuallererst den Lehrerinnen der beiden Fotografie-Kurse, Irene Lückert und Gaby Tipper. Sie hatten die Schüler des 12. und 13. Jahrgangs in den vergangenen eineinhalb Jahren in dem Seminarfach betreut und halfen auch bei der Auswahl der Bilder für die Ausstellung. Keine einfache Aufgabe bei einer Gesamtzahl von 750 Bildern. Das habe schon ein paar Wochen gedauert, erzählten die beiden Abiturientinnen .
Kräftig unter die Arme griff auch der Förderverein des Gymnasiums bei der Aktion. Er übernahm die Kosten für Rahmen und Passepartouts. Rund 1000 Euro, schätzte der Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Schienerer, die Kosten. Die Schüler hoffen jetzt, dass möglichst viel zurückfließen könnte, denn alle Bilder stehen zum Verkauf (zu Preisen von 7 bis 18 Euro, Passepartout und Rahmen nach Absprache). Der Erlös geht wieder an den Förderverein.
Für die professionelle Präsentation der Bilder hatten sich die jungen Fotografen kompetente Unterstützung gesichert. Der Wildeshauser Künstler und Galerist Hartmut Berlinicke, einst selber Lehrer am Gymnasium, half ihnen dabei.
Das Ergebnis der fünftägigen Amsterdam-Kurzreise im Oktober 2010 kann sich mehr als sehen lassen. „Die könnte man sofort in jedem Bildband abdrucken“, so ein beeindruckter Besucher über die Qualität und Komposition der Bilder. Die Spannbreite der Motive ist sehr vielfältig. Neben Porträts, so von Straßenmusikanten, sind Berufe, Architektur-Bilder, Graffiti und viele weitere stimmungsvolle Momente aus dem pulsierenden (Nacht-) Leben der niederländischen Metropole zu sehen, natürlich auch das Fahrrad als sehr beliebtes Verkehrsmittel.
