WILDESHAUSEN - Das Gymnasium Wildeshausen hat zwei Austauschschülerinnen zu Besuch. Magdalena Kolton (18) aus Zawiercie/Polen und Aneta Matkova (18) aus Prag/Tschechien. Beide gehen zur Zeit in die elfte Klasse und sind bei Gastmutter und Realschullehrerin Elke Persikowski untergebracht.
„Ich habe bisher nur positive Erfahrungen gemacht und genieße die freundschaftlich-entspannte Atmosphäre mit den Lehrern und Mitschülern“, freut sich Magdalena. „Im Grunde sind sich Polen und Deutschland sehr ähnlich. Aber die Schulräume sind bequemer und moderner als in Polen. Außerdem gefällt mir die Gruppenarbeit an der Schule richtig gut.“
Aneta hat ähnliche Eindrücke gesammelt. „Besonders toll finde ich, dass hier viel mit Multimedia, also mit Computer und Internet gearbeitet wird.“ Sie ist am 9. September über „American Field Service“ (AFS), einer der größten und ältesten Jugendaustauschorganisationen, nach Deutschland gekommen. „Wir sind Nachbarn (Deutschland und Tschechien) und ich möchte andere Kulturen kennenlernen.“ Bleiben wird sie ein Jahr.
Magdalena ist bereits seit Schuljahresbeginn in Deutschland. Sie ist über einen Privatkontakt von Elke Persikowski zu einer polnischen Lehrerin nach Deutschland gelangt. „Ich möchte später ein internationales Jurastudium aufnehmen und da sind Auslandserfahrungen natürlich von Vorteil.“
Einen anderen Berufswunsch hat Aneta. Sie will Zahnärztin werden. „Ich bin richtig glücklich darüber, ein Praktikum in Deutschland machen zu können!“ Im Januar darf sie für zwei Wochen beim Wildeshauser Zahnarzt Carsten Hansen Praxisluft schnuppern.
Gastmutter Persikowski empfindet den Besuch der Jugendlichen als große Bereicherung: „Jedes Kind ist anders. Das fordert uns.“ Insgesamt hat sie im Laufe der Jahre bereits 13 Gastkinder aufgenommen; auch aus den USA, Neuseeland oder Finnland. „Zu den meisten haben wir immer noch Kontakt. Viele kommen zurück zu Besuch.“
An diesem Dienstag reist Magdalena bereits wieder zurück nach Polen. Sie nimmt dort als Mittelalterexpertin an einem Geschichtswettbewerb teil. Außerdem wird sie sich dort auf ihr Abitur vorbereiten. Nach Deutschland möchte sie aber gerne wieder kommen, um hier zu studieren.
