WILDESHAUSEN - 17 junge Spanierinnen und Spanier bevölkern in diesen Tagen Wildeshausen und Umgebung: Sie sind mit ihren Lehrerinnen Ana Martin und Mayte Aya aus Madrid angereist. Der Gegenbesuch von Schülerinnen und Schülern des zwölften Jahrgangs des Gymnasiums Wildeshausen hatte bereits im November letzten Jahres stattgefunden. Dieses Austauschprogramm ist bereits seit fünf Jahren fester Bestandteil des Schullebens.

Nach ihrer Ankunft am späten Montagabend begann bereits am Dienstagmorgen das umfangreiche Programm, begleitet von den Lehrkräften Ina Franz und Irene Lückert sowie Praktikantin Katharina Wemper: Im historischen Rathaussaal nahmen die 14- bis 15-Jährigen unter der Anleitung der Gästeführerinnen Ilse Wemken und Karola Müller den Wildeshauser Meisterbrief in Angriff, nachdem sie von der stellvertretenden Bürgermeisterin Christa Plate offiziell begrüßt worden waren. Dort war dann ihr Können beim Wassertragen, Schustern, Töpfern und Armbrustschießen gefragt. Außerdem mussten sie einen altspanischen Text in heutiges Spanisch übersetzen.

Zu den ersten Eindrücken der Spanier, die sich am meisten Schnee für ihre Zeit in Deutschland wünschen, zählen das überraschend warme Frühlingswetter und die Möglichkeiten, nachts den Sternenhimmel zu sehen und frische Luft atmen zu können.

Neben einigen Stunden Unterricht werden die Schüler, die kaum oder kein Deutsch können, Norderney und Bremen besuchen und eine Stadtrallye durch Wildeshausen machen. Das Wochenende vor ihrer Rückfahrt am Sonntag verbringen die Spanier mit ihren Gastfamilien.