WILDESHAUSEN - Ein Jahr lang haben die fleißigen Hände der katholischen Frauengemeinschaft der St.-Peter-Gemeinde Wildeshausen wieder gestickt, gestrickt, genäht und gebastelt – dabei herausgekommen ist vieles, was nicht nur hübsch aussieht, sondern auch dekorativ gut zur Adventszeit passt. Dass die Frauengruppe unter der Leitung von Mechthild Bramlage so viel Spaß am Handarbeiten haben, kam am Sonntag den Besuchern des Waltberthauses zugute. Beim jährlichen Weihnachtsbasar hatten sie die Qual der Wahl unter Spitzendeckchen, Trockengestecken, Grußkarten, gestrickten Strümpfen und Puppenkleidern. Auch einige Männer hatten ihren Teil dazu beigetragen und Holzbasteleien gefertigt.

Und wer das passende Weihnachtsgeschenk gefunden hatte, konnte anschließend eine der vielen Torten und Kuchen probieren, die zahlreiche Gemeindemitglieder gebacken hatten.

Wie jedes Jahr diente der Basar einer guten Sache: der Verkaufserlös geht an zwei Missionsprojekte in Afrika: Zum einen wird Schwester Klara Lüers unterstützt, die in Madisi (Malawi) eine Schule für Waisenkinder initiiert hat, zum anderen geht Geld nach Pretoria (Südafrika), wo sich Schwester Gerda Herbrügge um Aids-Waisen kümmert.

Dass die Spende vor Ort wirklich hilft, davon konnte Joseph Mpinganjira aus Malawis Hauptstadt Lilongwe berichten. Gemeindemitglied Heinrich Kathmann hatte den bisherige Generalsekretär der Bischofskonferenz von Malawi vor einigen Tagen zufällig in Visbek kennen gelernt, wo sich Mpinganjira zu einem zweiwöchigen Besuch aufhält, und nach Wildeshausen eingeladen. „Es ist schön, einmal zu sehen, wo das Geld herkommt und wer das alles macht“, sagte der afrikanische Theologe, der die Schule von Schwester Klara, 80 Kilometer von Lilongwe entfernt, schon einmal besuchte.

Wer sie ebenfalls unterstützen will, hat dazu erneut an diesem Montag Gelegenheit, denn der Basar öffnet nochmals von 14.30 bis 17 Uhr.