WILDESHAUSEN - Lob aus berufenem Munde: „Ich bin begeistert, wie gut das hier läuft“, sagt Architektin Christiane Grüter als sie am Mittwoch gemeinsam mit Ulrich Piontek vom Hochbauamt des Landkreises die Baustelle am Wildeshauser Gymnasium inspiziert. Für die so genannte energetische Sanierung des Hauptgebäudes sowie die Dacharbeiten an den Sporthallen-Funktionsräumen investiert der Landkreis rund 1,6 Millionen Euro. Es ist die höchste Summe, die aktuell an einer Wildeshauser Schule verbaut wird.
Fachleute einer Firma aus dem Kreis Cloppenburg reißen derzeit die alten Metallfenster aus den Wänden des Obergeschosses. In hohem Bogen landen Glas und Rahmen in verschiedenen Containern. „Das ist bestimmt schon meine zehnte Schulbaustelle“, sagt Metallbauer Marcus Pekeler. Im Landkreis war die Firma unter anderem schon in Bookholzberg sowie am Gymnasium in Ganderkesee im Einsatz. Der Zeitplan werde gehalten, zeigt sich Pekeler zuversichtlich.
„Die alte Fassade gibt zu viel Wärme ab“, erläutert Grüter die Notwendigkeit des Projekts. Spezielle Elemente aus Mineralwolle werden angedübelt. Darauf kommt ein etwa zwei Zentimeter dicker Putzaufbau. Die neuen dunkelroten Metallfenster haben den niedrigen U-Wert von 1,1, sagt Piontek. Im Erdgeschoss, wo die Elemente noch bis zum Boden reichen, werde ein Brüstungsmauerwerk erstellt. Die Fenster im zweiten Stock bleiben erhalten. Als Sonnenschutz werden Außenjalousien angebracht. Später erhält der Stukturputz einen hellgelben Grundton mit blauen, roten und orangen Farbfeldern.
Hier habe sich auch die Schule eingebacht. Ohnehin lobt Grüter die gute Kooperation mit dem Gymnasium, das sehr flexibel mit der Situation umgehe. Denn die Handwerker hätten noch bis Anfang kommenden Jahres am Hauptgebäude gut zu tun. Neue Fassadenelemente im Bereich der Mensa werden eingebaut, Eingangstüren ausgewechselt und sicherheitstechnische Mängel in der Sporthalle behoben. 2010 sei wohl auch die WC-Anlage an der Reige, wagt Piontek eine Prognose. Bis dahin sollen auch die Gipsfiguren wieder über dem Haupteingang sitzen. Im Budget seien noch Mittel für ein großes Schild.
