WILDESHAUSEN - Ein junges Austauschprojekt, das sich noch im Aufbau befindet, ist die deutsch-ungarische Schülerbegegnung des Gymnasiums Wildeshausen mit dem Szent István Gimnázium aus der Hauptstadt Budapest. 19 Schülerinnen und Schüler aus der ungarischen Hauptstadt trafen am Wochenende in der Kreisstadt ein und wurden am Dienstagmorgen vor dem Stadthaus von Bürgermeister Dr. Kian Shahidi begrüßt.
Zustande gekommen ist der Austausch durch Johann Strudthoff, Politiklehrer am Gymnasium, der bereits seit 1999 mit fünf Leistungskursen im Rahmen von Studienfahrten, die die Pespektiven der EU-Osterweiterung untersuchten, im Budapester Gymnasium zu Gast war. Seit dem Schuljahr 2005/2006 besteht ein regelmäßiger Austausch zwischen beiden Schulen.
Nach 18-stündiger Busreise trafen die 19 Schülerinnen und Schüler im Alter von 17 und 18 Jahren am Sonnabend mit ihren zwei Deutschlehrerinnen Anna Jahoda und Katalin Bartha in Wildeshausen ein. Nach Aktivitäten in den Austauschfamilien und einem Bowlingabend am Sonntag hörten sie sich am Dienstagmorgen nicht nur das Wildeshauser Glockenspiel an, sondern erarbeiteten sich auch den „Wildeshauser Meisterbrief“.
Das Programm für die Woche ist abwechslungsreich: „Auch wenn das Interesse am Unterricht an einer deutschen Schule besonders groß ist, so freuen sich die Gäste auch auf die außerschulischen Aktivitäten“, erklärt Johann Strudthoff, der zusammen mit Ingo Lorenz den Austausch auf deutscher Seite organisiert. So geht es unter anderem noch nach Bremen ins Universum, ins Auswandererhaus nach Bremerhaven oder nach Oldenburg. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Grillabend. „Beschnuppern“ konnten sich die Jugendgruppen beider Seiten schon länger: Seit Mai besteht ein regelmäßiger E-Mail-Kontakt. Und am 2. Oktober brechen die Wildeshauser bereits zu einem Gegenbesuch in Budapest auf, um die geknüpften Kontakte zu vertiefen.
