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BERUFSBILDENDE SCHULEN Großer Käpitän geht von Bord

WILDESHAUSEN - Großer Bahnhof zum Abschied: Der langjährige BBS-Leiter erntete viel Lob für seine überaus engagierte Arbeit.

Von Ulrich Suttka

WILDESHAUSEN - Der Auftritt der vier Lehrer der Berufsbildenden Schulen des Landkreises als „Die pädagogische(n) Vier“ brachte es auf den Punkt: „Unser Alter war ein großer Kapitän“, erklärte der alte Seebär (alias Markus Schalk) dem Jungmatrosen (Christoph Pauly) und lobte Teamgeist, Weitblick, Kompetenz und Besonnenheit des „Alten“. Diese Wertschätzung schlug Gerhard Hillebrandt gestern mannigfach entgegen. Nach fast 18 Jahren als Leiter der BBS Wildeshausen erntete er bei der offiziellen Verabschiedung in den Ruhestand großes Lob und Anerkennung für die geleistete Arbeit.

Allein die Zahl der Gäste (fast 200) in der Widukindhalle dokumentierte eindrucksvoll die Verbundenheit von Politik, Verwaltung, dem Kollegium, der Schüler und der Wirtschaft mit dem Oberstudiendirektor. Landrat Frank Eger sprach für den Schulträger vom Ende einer Ära und nutzte ebenfalls den maritimen Zungenschlag. „Fast 18 Jahre haben Sie das Ruder fest in der Hand gehalten“, sagte er zu Hillebrandt, „Ihnen ist es stets gelungen, das Schiff sicher durch das bewegte Meer des Schulalltags zu steuern. Hierbei galt es, so manchem Sturm zu trotzen und Tiefen zu umsegeln.“

Eger würdigte die ständige positive Entwicklung und Erweiterung der Berufsbildenden Schulen. „Wir haben auf vier Seiten zusammengefasst, was alles passiert ist“, deutete Eger die zahllosen Veränderungen bei den Angeboten der Schule, bei der Ausstattung und bei den Räumlichkeiten kurz an. Der Landrat würdigte die „langjährige erquickliche Zusammenarbeit“, ein engagierter und kompetenter Leiter verlasse die Schule.

Wildeshausens Bürgermeister Franz Duin beschrieb Hillebrandt als Schulleiter, „der stets lösungsorientiert und innovativ denkend in der Sache überzeugte und mir als Mensch und nicht als gestählter Technokrat des öffentlichen Dienstes begegnete.“ Die Erweiterung der BBS in vielen Berufsfeldern sei das Werk von Hillebrandt. Er habe viel dazu beigetragen, dass der Berufsschulstandort Wildeshausen durch harte Arbeit gesichert worden sei.

Die Menschlichkeit des Schulleiters, sein hohes Engagement, verbunden mit Fairness und Aufrichtigkeit – diese Beschreibungen zogen sich durch die Reden wie ein roter Faden. Der Geehrte zeigte sich in den Dankesworten von der Abschiedsfeier überwältigt und blieb sich treu. Hillebrandt dankte allen, mit denen er zusammenarbeiten durfte und die ihn unterstützt hätten – nicht zuletzt seiner Frau Christel.

Rednermarathon zu ehren eines verdienten Schulleiters

Gerhard Hillebrandt

, Jahrgang 1945, verheiratet mit Gattin Christel, eine Tochter (Mareike), besuchte zunächst die Realschule, machte dann eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann. 1966 folgte der Besuch des Oldenburg-Kollegs, 1969 startete das Wirtschaftspädagogik-Studium zum Diplom-Handelslehrer in Hamburg. Ab 1974 Referendariat am Studienseminar Oldenburg, danach Studienassessor an der BBS Rotenburg, ab 1978 schulfachlicher Koordinator für das Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung. Im Mai 1988 trat er als 42-Jähriger die Stelle des BBS-Leiters an.

Fast 200 Gäste

kamen zu der Verabschiedung. Neben Eger und Duin würdigten in hohen Tönen das Wirken HiIlebrandts: Stefan Bünting von der Oldenburgischen IHK, Hartmut Günnemann (Kreishandwerkerschaft), Werner Baumert (Kollegium), Sönke Meyer (Personalrat), Reinhard Hardy (Schulleiter), Angelica Hüls (Schulelternrat), Nadine Maurer (Schülerschaft), Hans Sperveslage (Förderverein) und Bodo Ilse (Dezernent bei der Landesschulbehörde). Ilse überreichte die Urkunde der Schulbehörde für den Ruhestand.

Durch das dreistündige Programm

führte Christine Thomsen. Das Klarinettenquartett der Musikschule spielte, ein eigens gebildeter Chor der BBS (Die MetHSoz) sang. Ein „Taktvolles Kollegium“ steuerte mit vielen Wortfetzen aus der Schulleiterlaufbahn den „RhythmuswoGerdmitmuss“ bei. Von „Gemeinsam miteinander“, „Pausenaufsicht“, „Jan Huntemann“, „Rauchverbot“ reichten die Schlagworte.

Präsente

erhielt der Pensionär reichlich, darunter Bücher, Buchgutscheine, Bilder und viel Ausstattung für den begeisterten Fotografen, so Drucker und Digitalkamera. Ehefrau Christel durfte sich über viele Blumensträuße freuen.
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