Wildeshausen - Voraussichtlich im Jahr 2021 soll die Cafeteria der Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen erweitert werden. Wie die neue und größere Cafeteria einmal aussehen könnte, darüber haben sich die Schülerinnen und Schüler der Technikerschule Gedanken gemacht. Ihre Entwürfe stellten sie am Donnerstag während einer Präsentation vor.
„Mit 60 Sitzplätzen für 2000 Schüler haben die BBS zu wenig Platz“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Tanja Schlotmann, die selbst Architektin ist. Zur Projektaufgabe gehörte es, die Cafeteria, die zwischen Widukindhalle und Haupteingang liegt, auf den davor befindlichen Pausenhof zu erweitern. Mehr Platz soll auch der Hausmeister bekommen, der sein Büro neben der Cafeteria hat.
Ältester Schüler ist 55
Ihre Ideen und Pläne stellten die 18 Männer und Frauen im Alter zwischen 22 und 55 Jahren in Zweierteams vor. Dabei wurden die Pläne und grafischen Darstellungen teilweise in 3D per Beamer auf eine Leinwand projiziert. Dabei wurde deutlich, dass es den angehenden Technikern nicht nur um mehr Platz, sondern auch um die Optimierung der Arbeitsabläufe ging. Im Vorfeld hatten sich offensichtlich mehrere Teams mit dem Hausmeister und den Cafeteria-Bediensteten unterhalten, um ihre Wünsche mit aufzunehmen. So benötige der Hausmeister mehr Lagerfläche für die technische Ausrüstung der BBS.
Mit der Vergrößerung der Cafeteria wollten die meisten Teams auch den Aufenthaltscharakter und damit den Wohlfühlfaktor verbessern. Deshalb wurde meistens auch eine Terrasse auf dem Pausenhof eingeplant.
Energetische Sanierung, Licht und Lärm spielten bei den Entwürfen ebenso eine Rolle wie die Optik. In mehreren Entwürfen wurde Anleihe genommen an der Fassade des gerade eingeweihten Neubaus der Technikerschule auf der anderen Straßenseite.
Alle Entwürfe sehen eine Erweiterung um 200 Quadratmeter vor. Die würde dann vom Pausenhof verloren gehen. Allerdings machten mehrere Teams deutlich, dass er derzeit eh kaum in den Pausen genutzt werde, weil er unattraktiv sei. Diesen Aspekt griffen verschiedene Projektteams auf, indem sie eine grüne Oase mit Tischen und Bänken mitten auf dem Pausenhof einplanten – unter Berücksichtigung der Sicherheitsabstände für die Feuerwehr sowie die An- und Abfahrt von Lieferfahrzeugen.
Um keinen weiteren Platz auf dem Schulgelände zu verschwenden, blieb ein Team mit seiner Erweiterung nicht im Erdgeschoss, sondern setzte auf die Räume der jetzigen Cafeteria und des Hausmeisterbüros eine Etage oben drauf. Dort kann dann zu Mittag gegessen werden.
Prüfungen stehen bevor
Vier Wochen hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit, ihre Entwürfe auszuarbeiten. Auf dem Tisch in der Aula lagen am Donnerstag neun prall gefüllt Aktenordner. Auch die Präsentation fließt in die Benotung mit ein. Die Abschlussprüfungen beginnen in vier Wochen.
Der „Staatlich geprüfte Techniker“ ist der höchste Abschluss, den die BBS zu vergeben haben. In der Wertigkeit steht er zwischen dem Handwerksmeister und dem Ingenieur und ist vergleichbar mit dem Bachelor-Abschluss.
