WILDESHAUSEN - Das Dachgeschoss über dem neuen Anbau der St.-Peter-Schule in Wildeshausen soll so ausgebaut werden, damit dort Räumlichkeiten für die Einrichtung eines Kinderhortes entstehen. Eine entsprechende Beschlussempfehlung brachte der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss am Donnerstagabend einstimmig auf den Weg. Nach einer groben Kostenschätzung der Verwaltung ist mit Ausbaukosten von 80 000 Euro zu rechnen.

Vorausgegangen war eine Bedarfsumfrage hinsichtlich einer Nachmittagsbetreuung für Kindergarten- und Schulkinder. „Als vorrangiges Projekt sollte die St.-Peter-Schule ausgebaut werden“, sagte Gerda Lehmensiek für die SPD, die seinerzeit den Antrag auf den Weg gebracht hatte. Der Hort solle in jedem Fall in städtischer Trägerschaft bleiben. Karin von Elbwart (CDU) wies darauf hin, dass für den Hort in jedem Fall zusätzlicher Platz bereitgestellt werden müsse. Daher sollte rasch mit den Anbau begonnen werden. „Wir warten nur auf besseres Wetter, dann kann der Bagger anrollen“, ergänzte Fachbereichsleiter Innen, Hans Ufferfilge.

Hermann Hitz (UWG) riet, eine Nachmittagsbetreuung an jeder Schule zu prüfen. „Wer zahlt die Fahrtkosten?“, fragte er. Bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen wäre ein Transport zudem gefährlich. „Wir sind nicht verpflichtet einen Fahrdienst anzubieten“, sagte Rita Manietta, Leiterin des Fachbereichs Bürger. Sie riet zur Eigeninitiative. Das sah auch Barbara Lubasch so: „Die Eltern können die Fahrten organisieren. Sie sind dankbar, wenn endlich der Hort kommt.“

In dem neuen Kinderhort können maximal 20 Kinder untergebracht werden. Geplant wird ein Gruppenraum von 40 Quadratmeter. Hinzu kommen Hausaufgabenraum, Küchenzeile, Personalraum und sanitäre Anlagen.

Manietta zufolge kann beim Landkreis eine Förderung von bis zu 3100 Euro pro Platz beantragt werden. Demnach kämen voraussichtlich 62 000 Euro vom Kreis.