WILDESHAUSEN - Auf die allgemeinbildenden Schulen in Wildeshausen kommt erneut eine große Zahl von Fünftklässlern zu. Nach den vorläufigen Anmeldezahlen rechnet allein das Gymnasium mit 175 neuen Schülern. Bis zu 15 sollen noch dazu kommen. „Damit schrammen wir knapp an der Siebenzügigkeit vorbei“, sagte Schulleiter Ralf Schirakowski am Mittwoch. „Die Lage entspannt sich nicht“, bemerkte auch ein Sprecher der Stadt.

Endgültige Zahlen liegen im Stadthaus noch nicht vor, da heute noch Zeugniskonferenzen stattfinden. Nach bisherigem Stand kann die Hauptschule mit 34 Fünftklässlern planen – und bleibt damit zweizügig. Für die Realschule haben die Planer bislang 105 Neuzugänge errechnet, was vier Klassen entsprechen würde. Zwar habe sich die Gesamtzahl der fünften Klassen (zwölf) nicht verändert, erläuterte ein Sprecher im Stadthaus, gleichwohl halte der Trend Richtung Gymnasium unverändert an.

„Unsere Raumprobleme sind nicht gelöst“, sagte Schulleiter Schirakowski. Er hatte 81 Abiturienten entlassen und muss nun mit bis zu 190 Fünftklässlern planen. Darunter ist eine Streicherklasse, für die ausreichend Anmeldungen vorliegen. Da auch für den 11. Jahrgang ein zusätzlicher Gruppenraum benötigt wird, fehlten mindestens drei Klassenzimmer. Elternschaft, Schüler und Lehrer hatten sich gegen „Wanderklassen“ ausgesprochen und durchgesetzt, dass zum neuen Schuljahr drei Container aufgestellt werden (die NWZ berichtete). „Es kneift an allen Ecken und Enden“, sagte Schulelternratsvorsitzende Marina Dierks. Die Mobilbauklassen könnten keine Dauerlösung sein, zumal man weiter mit starken Jahrgängen rechne. „Wir wollen demnächst das Gespräch mit dem Landkreis suchen“, so Dierks.

Auch die Anmeldezahlen für die Grundschulen in Wildeshausen liegen der Stadt inzwischen vor. Danach rechnet die Wallschule mit 103 Erstklässlern in vier Klassen. Die Holbeinschule plant mit 62 Schulstartern – und muss voraussichtlich statt zweizügig drei Klassen anbieten. Während die St.-Peter-Schule mit 43 Schülerinnen und Schülern in Klasse 1 wohl weiterhin zweizügig planen kann. Insgesamt entsprächen hier die Anmeldezahlen denen des Vorjahres.