WILDESHAUSEN - Die Ausstellung informiert über Rassismus inDeutschland. Schüler des Gymnasiums und der Hauptschule haben sich an der Organisation beteiligt.
von daniela Dinstbier
WILDESHAUSEN - Stellwände ziehen sich durch den Eingangsbereich des Gymnasiums, vorbei an der Mensa, durch die Tür in die Hauptschule. Die letzte Stellwand steht in deren Eingangsbereich. Verbinden soll die Ausstellung „100 Jahre deutscher Rassismus“ die beiden Schulen, die zwar in einem Gebäude untergebracht sind, aber wenig miteinander zu tun haben. „Mit dieser Ausstellung wollen wir auch die Schulgemeinschaft fördern“, erklärte Hartmut Berlinicke, Lehrer für Religion am Gymnasium Wildeshausen, während der Eröffnung.Die Ausstellung zeigt, welche Ausmaße Rassismus in den vergangenen 100 Jahren in Deutschland angenommen hat. Thematisiert wird unter anderem der Herero-Aufstand in Südwestafrika, Antisemitismus, Rassismus in der Wissenschaft sowie die Auslese von Kranken und Schwachen.
Bei der Organisation der Ausstellung, die von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit konzipiert wurde, haben die Schülervertreter beider Schulformen mitgewirkt: Corinna Möser, Anne Philine Kramer und Felix Poppe entwarfen einen Flyer und planten drei begleitende Vorträge. Mit der Aktion wollen sie ihre Mitschüler animieren, Rassismus nicht mit in die Schule zu bringen. Als Zeichen der Gemeinsamkeit steht während der Ausstellung eine Verbindungstür zwischen beiden Schulen offen, die ansonsten immer geschlossen ist und nicht benutzt wird.
Warum die Ausstellung jetzt in den beiden Wildeshauser Schulen gezeigt wird, verdeutlichten die Schüler mit der Einspielung einer Rede des amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Darin formulierte er seinen Traum von einer Gesellschaft ohne Diskriminierung und Sklaverei.
Anschließend informierte Referent Cornelius Peltz, Soziologe aus Bremen, die Hauptschüler und Gymnasiasten über die vielseitigen Facetten des Rassismus.
Zu der Eröffnung der Ausstellung waren auch Landrat Frank Eger und Bürgermeister Franz Duin in das Forum des Gymnasiums gekommen. Aufgrund des engenen Zeitplans verzichteten sie allerdings auf ihre Grußworte.
Ein Katalog zu der Ausstellung ist in der Bibliothek des Gymnasiums bei Eberhard Wollauchi, der die Idee zu der Ausstellung hatte, zu bekommen.
