WILDESHAUSEN - Der Schulgong ist noch zu hören, aber Kinder sind weit und breit nicht zu sehen. Dafür aber Dutzende von Handwerkern. Sie haben in den Wildeshauser Schulen pünktlich zum Ferienstart das Kommando übernommen. Mit Ausnahme der Wallschule wird an allen Schulen in Trägerschaft der Stadt kräftig investiert.
„Sehr gut im Plan sind wir an der Realschule“, sagt Martina Möhlenbrock vom Fachbereich Stadtentwicklung, Bau und Umwelt. An der Konradstraße wird mit einem Investitionsvolumen von rund 1,2 Millionen Euro die Aula erweitert. Im Obergeschoss entstehen vier große Räume, die sich dank flexibler Wände blitzschnell zu acht Gruppenarbeitsräumen verändern lassen. Die Maurer arbeiten bereits im ersten Obergeschoss des neuen Anbaus. Folien versperren den Zugang zum Altgebäude. Fertig werden soll die Aula zum Ende 2011.
Für rund 440 000 Euro werden an der Realschule zudem diverse Klassenräume saniert. Sie erhalten Akustikdecken, eine moderne Beleuchtung und einen neuen Bodenbelag. Weil die Handwerker ohnehin im Einsatz sind, sollen Mängel an der Elektrotechnik beseitigt werden. Möhlenbrock: „Natürlich werden hier auch die Maler zum Zug kommen.“ Eine Sanierung wie im Vorjahr, als deutlich erhöhte PAK-Werte (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) in Klassenräumen der Realschule gemessen wurden, stehe diesmal nicht an. In der kleinen Aula (Ausgang Richtung St. Peter-Straße) wird eine Teeküche für die Zehntklässler eingerichtet. Gleichzeitig lässt die Stadt die Toiletten im Verwaltungstrakt erneuern.
Zusätzlich erhält die Turnhalle der Realschule eine moderne Edelstahlfassade – ganz nach dem Vorbild der Mensa. Auch das Dach über dem Umkleidetrakt wird saniert. „Nach der Sommerpause steht die Halle in jedem Fall wieder zur Verfügung“, beruhigt Möhlenbrock.
Vom Fußboden bis zur Decke werden auch diverse Klassenräume der Hauptschule renoviert. Im Haushalt stehen dafür 240 000 Euro bereit. „Es handelt sich um eine Unterhaltung im Bestand“, erklärte die Ingenieurin, daher seien die Mittel vom Finanz- in den Ergebnishaushalt verschoben worden. Keinesfalls vergessen haben die Verantwortlichen der Stadt die Grundschulen St. Peter und Holbeinschule. Dort gibt es neue Fenster und Decken in mehreren Klassenräumen. Im neuen Glanz erstrahlt nach der Sommerpause auch der Werkraum. Modernisiert werden die Toiletten für die Lehrkräfte.
Sämtliche Maßnahmen finanziere die Stadt übrigens aus eigener Kraft. Die Mittel, die aus dem Konjunkturprogramm zu Verfügung standen, wurden bereits abgeschöpft.
