WILDESHAUSEN - „Wir wollen kein geteiltes Gymnasium.“ – In einem eindringlichen Appell hat die Gesamtkonferenz des Wildeshauser Gymnasiums sich dagegen ausgesprochen, dass ab kommendem Schuljahr mindestens drei Klassen in der Realschule untergebracht werden. Favorisiert wird vielmehr die Aufstellung von Containern, wie Marina Dierks, Schulelternratsvorsitzende des Gymnasiums, am Dienstag gemeinsam mit anderen Elternvertretern erläuterte. „In der elften Klasse müssten eigentlich die neuen Schüler von den Realschulen integriert werden“, ergänzt Monika Rickwärtz, ebenfalls im Vorstand des Elternrats. Doch gerade diese Klassen seien als Wanderklassen im Gespräch. Eine Ausgrenzung wäre ein Rückschritt für alle.

Auch die Realschule sprach sich dagegen aus, aufgrund der Platzprobleme am Gymnasium drei Klassen aufnehmen zu müssen. „Es bestehen am Gymnasium andere Unterrichtszeiten“, wies Schulleiter Steffen Akkermann auf die unterschiedlichen Konzepte hin. Es wurden Fachräume für Französisch und Spanisch eingerichtet, die nun möglicherweise aufgegeben werden müssen. „Das wäre für uns ein Rückschritt“, sagt Anja Mattner, Schulelternratsvorsitzende an der Realschule. Sie wies auf die Forderung der Schulinspektion hin, mehr Gruppenarbeit anzubieten.

Zudem beklagten die Elternratsvertreter die mangelnde Informationspolitik der Verwaltung. Vor einer bereits im April getroffenen Absprache zur Raumsituation habe er erst Anfang Juni erfahren, sagte Stadtelternratsvorsitzender Detlef Mentel. Auf „Rechenfehler“ der Verwaltung wies Marina Dierks hin. Durch die Schulreform hätten die unteren Klassen eine veränderte Stundentafel und verbleiben bis zum Nachmittag in der Schule. Elternratsvertreter Detlev Hesse rief Eltern, Lehrer und Schüler auf, an der öffentlichen Schulausschusssitzung am Donnerstag, 21. Juni, um 18 Uhr in der Mensa der Realschule teilzunehmen. Man warte auf Lösungsvorschläge der Poltitik.