WILDESHAUSEN - Die gute Nachricht überbrachten der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley und sein FDP-Kollege Christian Dürr am Mittwoch persönlich: Zum Jahresanfang 2010 kann die Privatschule Gut Spascher Sand gGmbH Fördermittel des Landes für die im Sommer 2008 gegründete Sekundarstufe I erhalten. Möglich werde das mit der während einer Klausurtagung der Regierungsfraktionen aus CDU und FDP getroffenen Vereinbarung, die Schulen in freier Trägerschaft im nächsten Jahr zusätzlich mit 14 Millionen Euro zu fördern.
Der Gesetzgeber sieht vor, dass eine neu gegründete Privatschule grundsätzlich drei Jahre auf öffentliche Mittel warten muss. Für Wolfgang Rixen, Schulgründer und Investor in Spasche, war kaum verständlich, dass er für die neue Gesamtschule erneut drei Jahre auf Zuschüsse warten müsse. Immerhin habe er schon mit der Grundschule bewiesen, dass Gut Spasche „lebensfähig“ sei. Das Gesetz werde zwar nicht geändert, so Bley. Jedoch erhalte die Schule nun eineinhalb Jahre eher die Förderung.
„So eine frohe Botschaft können wir nicht dreimal im Jahr überbringen“, meinte Bley, der seinen CDU-Fraktionskollegen Karl-Heinz Klare und FDP-Fraktionschef Dürr als „wichtige Partner“ lobte. Seit Januar 2007 seien Gespräche mit den Verantwortlichen in Hannover geführt worden. „Endlich ist es uns gelungen, den Knoten zu zerschlagen.“ Der CDU-Politiker dankte Rixen für sein außerordentliches Engagement, das „einmalig in Niedersachsen und vielleicht sogar in ganz Deutschland“ sei. Dürr sprach von einem „Leuchtturmprojekt“. Die Schule mache im Primarbereich eine hervorragende Leistung. Da sei eine erneute dreijährige „Bewährungszeit“ für die Gesamtschule nur schwer zu vermitteln gewesen.
Schulleiter Berthold Seidel bedankte sich für den Einsatz der Landtagsabgeordneten. Auch Rixen sei „überglücklich“ gewesen, als er von der Nachricht gehört habe. Er hatte mit dem Bau eines neuen Schulgebäudes sowie der „Farm-Schule“ kräftig in den Ausbau investiert (die NWZ berichtete). Für jedes der derzeit rund 80 Kinder in der Gesamtschule erhält die Privatschule künftig pro Jahr 2500 Euro als Zuschuss zu den laufenden Kosten. Seidel will rasch den Antrag im Kultusministerium einreichen.
