WILDESHAUSEN - Gelobt wurde auch die Arbeit von Studiendirektor Werner Baumert. Er hatte die Schule drei Monate lang kommissarisch geführt.

Von stefan Idel

WILDESHAUSEN - Gerhard Albers hatte noch nicht einmal an seinem künftigen Schreibtisch Platz genommen, da demonstrierte der neue Leiter der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen seine Verbundenheit mit dem Keis Oldenburg: Albers steckte sich das Wappen des Landkreises ans Revers, kaum nachdem Landrat Frank Eger sein Grußwort beendet hatte. Die gute Zusammenarbeit mit dem Schulträger sei ihm wichtig, betonte der 53-jährige Pädagoge. Die hohen Investitionen in die Schulen seien die effektivste Wirtschaftsförderung.

Als Nachfolger von Gerhard Hillebrandt, der fast 18 Jahre die BBS Wildeshausen geführt hatte, wurde Albers gestern offiziell in sein neues Amt eingeführt. Im Zusammenhang mit der Qualitätsentwicklung und der Stärkung der Eigenverantwortlichkeit komme dem Schulleiter eine Schlüsselstellung zu, betonte Lieselotte Bülter, die Dezernatsleiterin der Außenstelle der Landesschulbehörde in Osnabrück. Sie überreichte Albers das Ernennungsschreiben, in dem auch die Rede von einer sechsmonatigen „Bewährungszeit“ ist.

Mit Grußworten hießen auch der stellvertretende Personalratsvorsitzende Oliver Franz, Monika Drieling für den Schulelternrat und Lejla Drljevic in Vertretung der Schülerschaft den neuen Leiter herzlich willkommen. Ebenso wie Landrat Eger dankten sie Werner Baumert, der während einer dreimonatigen Übergangsphase die Schule kommissarisch vorbildlich geleitet habe. Hillebrandt wie Baumert hätten die Messlatte hoch gelegt, meinte Eger, der Albers für die kommenden elf Jahre, fünf Monate und 16 Tage bis zur Pensionierung viel Elan und Erfolg wünschte.

Albers selbst kündigte vor dem versammelten Lehrerkollegium einen fairen und konstruktiven Umgang miteinander an. In seiner Schule werde nicht nur gelernt, sondern auch gelebt, so der Lehrer für Volkswirtschaft und Geschichte. Bereits vor sieben Jahren hatte er in Wildeshausen die Einführung der Ausbildung zur Assistenz Wirtschaftsinformatik begleitet. Albers versprach, das Reformtempo so zu wählen, dass alle mitkommen könnten. Angesichts der hohen Erwartungen gebe es aber keine Gelegenheit zum Ausruhen.