WILDESHAUSEN - „Cool“ steht auf einem roten Herzen. Und: „Hurra, endlich ein neuer Anbau!“ Viele gute Wünsche haben Kinder und Eltern an dem Richtkranz befestigt, der seit Mittwoch über dem Anbau der Wildeshauser Grundschule St. Peter thront. „Heute feiern wir ein Fest, das Ihr nicht vergesst“, sangen die Kinder der insgesamt acht Klassen der St.-Peter-Schule. Lob gab es für Bauherrn wie Handwerker.

„Ich freue mich, dass wir schon so weit sind“, sagte Bürgermeister Dr. Kian Shahidi. Erst am 25. März hatte er mit Schulleiterin Brigitte Schmidt und Architekt Andreas Hauth den ersten Spatenstich gemacht. „Im Dezember rückt die Putzkolonne ein“, versprach der Bürgermeister. Und: „Ich hoffe, dass es nicht der letzt Neubau ist, den wir hier verwirklichen können.“

Für rund 430 000 Euro erhält die Schule einen Anbau mit einer Nutzfläche von 440 Quadratmetern. Es entstehen Fachunterrichts- und Gruppenräume, die für schulinterne Veranstaltungen zu einer Aula geöffnet werden können. Hier fänden dann bis zu 230 Personen Platz. An die Aula angrenzend werden im Erdgeschoss des Altbaus zudem zwei Medienräume geschaffen.

Wie Architekt Hauth erläuterte, befindet sich im Vorbau des Neubaus ein zusätzliches Treppenhaus, das als zweiter Rettungsweg für das Dachgeschoss dient. „Hier bleibt noch Platz genug, um später einen Fahrstuhl einbauen zu können.“ Im Erdgeschoss entstehen neuen Toiletten. Das Gelände des Pausenhofes wird um etwa 30 Zentimeter angehoben, um einen barrierefreien Zugang zu realisieren.

Stellvertretend für die Schülerschaft trugen Alex, Julia, Tim und Daria den Richtkranz zur Baustelle. „Schief“, schallte es aus Dutzenden von Kinderkehlen, als Zimmermann Frank Varnhorn und sein Kollege Axel Haan, beide von der Firma Detlev Hohn, den Kranz am Dachstuhl befestigten. „Hier steht er nun, der Bau in seiner Pracht“, rief Varnhorn, bevor die Flasche am Gebälk zersplitterte. Der Applaus war ihm sicher. Schulsprecherin Julia Jung (10) bat in Versform um Segen für das Haus. Freudig sangen die Kinder, begleitet von Heike Stahl an der Gitarre, das abgewandelte Schullied „Unsere Schule hat keine Segel“.

Applaus zollten auch Vertreter aus Elternschaft, Ratsfraktionen, Baufirmen sowie die Leiterinnen der benachbarten Holbeinschule, Heike Röhl und Anja Lösch. St.-Peter-Schulleiterin Schmidt dankte den Handwerkern für ihre Umsicht: „Trotz großer Baufahrzeuge gab es hier nie eine brenzlige Situation.“

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent