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Bildung Schulkonzept in Stein gekleidet

WILDESHAUSEN - Die äußere Fassade ähnelt einem Kongresszentrum in einer Großstadt: Glas, Alu und graue Elemente prägen das Bild. Zwei Windfänge aus Betonelementen weisen darauf hin, dass hier künftig Hunderte von Kindern durch die Türen strömen. „Wir sind gut im Zeitplan“, lobt Martina Möhlenbrock vom Fachbereich Stadtentwicklung, Bau und Umwelt im Stadthaus, den Stand der Bauarbeiten an der neuen Aula der Realschule. Das Gebäude soll Ende des Jahres bezogen werden.

Insgesamt 1,2 Millionen Euro investiert die Stadt Wildeshausen für die Erweiterung der Aula in Richtung Schillerstraße. Der Bedarf war seit langem bekannt. Bereits im Herbst 2008 hatte der Bau- und Umweltausschuss bei einer Ortsbesichtigung auf die Eilbedürftigkeit hingewiesen. Es würde sich rächen, allein die Fassaden zu sanieren und auf die Erweiterung zu verzichten, war sich die Politik damals einig und stellte bereits frühzeitig Mittel im städtischen Haushalt bereit.

Multimedia-Säule

Mitarbeiter der Firma Elektro Hoffmann aus Dingstede (Gemeinde Hatten) sind am Montag dabei, im Erdgeschoss Stromleitungen unter die neue Aula-Decke zu ziehen. Die neuen Heizkörper hängen bereits. „Hier erhalten wir eine neue Multimedia-Säule“, zeigt Möhlenbrock auf eine der sechs Betonstützen. Dort lassen sich später Mischpult oder Beamer für Schulveranstaltungen anschließen. Weil die Aula weiter „nach vorn“ rückt, erhält auch Hausmeister Sven Elders einen kleinen Werkstattraum.

Auf Basis des Schulkonzepts entstehen im Obergeschoss des gut 300 Quadratmeter großen Anbaus vier große Räume. Sie lassen sich dank flexibler Wände blitzschnell zu acht Gruppenarbeitsräumen verändern. Zusätzlich stehe der Schule ein Raum „Arbeit und Wirtschaft“ zur Verfügung, in dem unter anderem eine Materialsammlung untergebracht werden soll. Noch fehlt das Isoliermaterial unterm Flachdach. In puncto Technik haben die Planer im Voraus gedacht. Auf dem blanken Beton liegen bereits die so genannten Bodentanks, in die Strom- und EDV-Leitungen eingebracht werden. „Die Schule kann so flexibel die Tische stellen. Die Computer können jederzeit ans Datennetz angeschlossen werden“, erklärt Möhlenbrock. Zwar werden in einem Arbeitsraum gerade einmal zehn Schüler Platz finden. Aber genau diese Räume hätten der Schule gefehlt.

„Das Beste rausgeholt“

Fortgesetzt werden die Arbeiten am Dach der Realschul-Sporthalle. An der Hauptschule führen die Elektrotechniker noch „Restarbeiten“ durch. „Weil sich die DIN-Norm geändert hat, müssen wir die Lautsprecher erneuern“, sagt die Ingenieurin. Damit seien die Arbeiten an den weiterführenden Schulen für dieses Jahr beendet. Möhlenbrock: „Wir haben das Beste rausgeholt.“

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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