WILDESHAUSEN - „Sie sind ein echter Vollblutpädagoge“, sagte Hinrich Ricklefs, Leiter der Volkshochschule (VHS) Wildeshausen, an die Adresse von Hans-Dieter Heimermann. Mit Beginn des Wintersemesters 2010 kann Hans-Dieter Heimermann auf eine 40-jährige Lehrtätigkeit an der VHS Wildeshausen zurückblicken. Zum Dienstjubiläum bekam er von Hinrich Ricklefs und der pädagogischen Mitarbeiterin Karin Köpke drei Weinflaschen überreicht.
Auf Initiative des damaligen VHS- und Berufsschulleiters Wilfried Bonke, der eine Lehrkraft für Englisch- Anfängerkurse suchte, begann der in Wildeshausen lebende Heimermann mit Start des Wintersemesters 1970 seine langjährige Tätigkeit im Sprachenbereich der VHS.
Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits Vorerfahrungen im Erwachsenen-Bildungswerk in Vechta gesammelt, wo er von 1964 bis 1967 an der PH Vechta unter anderem Englisch als Hauptfach studierte. Nachdem der 69-Jährige für drei Jahre an der Volks- und Mittelpunktschule in Emlichheim (bei Nordhorn) angestellt war, zog es Heimermann zurück nach Wildeshausen, wo er bis 1989 an der Gehörlosenschule unterrichtete. Dort lehrte der Oberstudienrat auch nach dem Umzug der Schule nach Oldenburg bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2005.
Die Tätigkeit an der VHS Wildeshausen habe er immer als gelungenen Ausgleich zu seiner Arbeit mit Hörgeschädigten empfunden, sagte Heimermann. Nach eigenen Schätzungen habe er bis heute bei knapp 80 Unterrichtsstunden pro Jahr rund 3 200 Kursstunden durchgeführt. Im Unterricht ginge es dabei nicht nur ernst zu: „Ich baue auch mal Spiele und lustige Sachen ein. Eine gute Stimmung ist wichtig“, meinte der Pädagoge, der sich auch gerne an die Studienfahrten nach London Anfang der achtziger Jahre zurückerinnert. Die Motivation der Teilnehmer habe sich im Laufe der Jahre nicht verändert: „Mal sind es berufliche, mal private Gründe.“ In diesem Semester bietet Heimermann wieder vier Englisch-Kurse, für Anfänger und Fortgeschrittene, an.
An ein Ende seiner Tätigkeit bei der VHS mag der 69- Jährige noch nicht denken. „So lange es den Teilnehmern und mir weiter Spaß macht, werde ich die Arbeit weitermachen.“
