WILDESHAUSEN - Das Lied zum Auftakt war nicht abgesprochen: „Those Were the Days“ sang die A-Capella-Gruppe des Gymnasiums. „Das passt und zeigt, wie gut wir hier miteinander arbeiten“, sagte Schulleiter Ralf Schirakowski. Im Beisein von Vertretern aus Politik und Verwaltung, Lehrern, Eltern, Schülern und den Handwerkern weihte der Kreis als Schulträger am Donnerstag offiziell den neuen Musiktrakt und die sanierte Turnhalle am Gymnasium Wildeshausen ein. „Wir sind froh, die Räume endlich präsentieren zu können“, so der Rektor.
Insgesamt wurden 3,2 Millionen Euro investiert, davon allein 1,7 Mio. für den Musiktrakt. Dort können die drei Klassenräume und das Foyer dank moderner Trennwände blitzschnell zu einer großen Aula werden. Und wie gut sich dort musizieren lässt, bewies der Nachwuchs unter Leitung der Lehrer Werner Stommel, Heidi Bovensmann, Tina Niemann und Hiltrud Imig. Erstmals präsentierten sich Streicher und Blechbläser gemeinsam. Zu hören waren u.a. ein Marsch aus „Pomp and Circumstance“ und die Europahymne.
Schirakowski dankte dem Kollegium für ihre Geduld und Kreativität während der Bauphase. Obwohl die Turnhalle lange gesperrt war, sei keine Sportstunde ausgefallen. Die Schule sei innerhalb der letzten zwölf Jahre auch deshalb von 650 auf 1300 Schüler gewachsen, weil sie attraktiv sei. „Wir sind so stark geworden wie noch nie“, betonte Schirakowski.
Landrat Frank Eger meinte, der Kreis habe mit diversen Schulmaßnahmen „ein großes Rad gedreht“. Jeder Cent sei aber sinnvoll investiert, weil es um die Zukunft der Kinder gehe. Die Nachbarkommunen beneiden den Kreis mittlerweile um seine Schulinfrastruktur, so Eger. „Gut, dass auch in die Kreativbereiche investiert wurde“, sagte Schülersprecherin Hannah Gryczan derNWZ
.Und wie kreativ sie sind, bewiesen die Schüler dann: Alexander Jürgensen, Ole Rösler und Sebastian Mastreangelo vom Kurs „Darstellendes Spiel“ zeigten Passagen aus dem Stück „Die Kurve“ von Tankred Dorst, in der sanierten Halle gabs Sportliches und viel Musik im Neubau. Die Schirakowski-Äußerung, „Herr Landrat, wir sind noch nicht fertig“, durften die Gäste des Gymnasiums durchaus als Versprechen verstehen.
