WILDESHAUSEN - 177 neue Schülerinnen und Schüler erwartet das Gymnasium Wildeshausen zu Beginn des neuen Schuljahres. Damit wurde der Rekord des Jahres 2010 mit 204 Kindern im Jahrgang 5 zwar nicht übertroffen. Gleichwohl erhält das heimische Gymnasium weiterhin den größten Zuspruch. Die Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) in Oldenburg erwartet 172 (Vorjahr: 176) neue Schülerinnen und Schüler.
Von den 177 neuen Fünftklässlern (Vorjahr: 154) in Wildeshausen sind nur 67 Jungen, aber 110 Mädchen, wie Schulleiter Ralf Schirakowski am Donnerstag erläuterte. Es bleibe bei sechs fünften Klassen. Eine davon ist die so genannte Streicherklasse. Das Modell trage mittlerweile Früchte, erklärte der Schulleiter. Das Orchester unter Leitung der Lehrkräfte Heidi Bovensmann und Werner Stommel gibt es seit fünf Jahren. Seitens der Musikschule gehört Christiane Rudolph zum Team der Lehrkräfte. Selbst im Staatstheater Oldenburg hat die Streicherklasse schon ein Konzert gegeben.
Zum neuen Schuljahr 2012/13 wird die Ganztagsschule am Gymnasium Wildeshausen eingeführt. Den Ganztagsbereich bestückt die Schule aus eigenen Mitteln. „Wir haben weder einen Beratungslehrer noch Sozialarbeiter“, betonte Schirakowski. Er sei aber erfreut, dass mehr als 50 Prozent der neuen Fünfklässler für den Ganztagsbereich angemeldet wurden. Genau sind dies 82 Kinder aus dem Jahrgang 5 und 82 aus dem Jahrgang 6.
Den Schülern werde von montags bis donnerstags in der siebten und achten Schulstunde (bis 15.10 Uhr) ein Angebot gemacht. An zwei Tagen gibt es Arbeitsgemeinschaften; an den zwei weiteren Tagen Fördermaßnahmen. „Vor allem die Hausaufgabenbetreuung ist stark nachgefragt“, erklärte der stellvertretende Schulleiter Karsten Sudholz.
Beim Raumangebot stoße die Schule weiterhin an die Kapazitätsgrenze. „Es kneift vor allem im Bereich Sport“, sagte Schirakowski. Das Gymnasium hoffe auf ein Entgegenkommen der Stadt, um die neue Sporthalle an der St.-Peter-Straße ebenfalls nutzen zu dürfen. Die „Personaldecke“ des Gymnasiums dürfte ab dem Sommer etwas dicker ausfallen: Vier Kolleginnen und Kollegen kehren aus der Elternzeit oder einem „Sabbatjahr“ zurück; sechs weitere Lehrkräfte werden erwartet. Das Kollegium wachse dann auf 97 Pädagogen.
Vorerst richtet sich der Blick der Lehrkräfte (und der Schüler) aber auf die Ziellinie des alten Schuljahres: Am Freitag, 6. Juli, wird der Abiturjahrgang feierlich verabschiedet. Nach fünf Jahren Pause steht vom 9. bis 14. Juli dann wieder eine Projektwoche an. Das Thema – „Mit Marco Polo in die weite Welt“ – steht wohl auch als Synonym für die zahlreichen Veränderungen an der Schule.
