WILDESHAUSEN - Das Interesse war riesig: Die Privatschule Gut Spascher Sand hatte zum zweiten Tag der offenen Tür in diesem Jahr eingeladen, und viele Eltern kamen, um sich selbst ein Bild von den Gegebenheiten der Schulanlage mitten in der natürlichen Wald- und Heidelandschaft an der Stadtgrenze Wildeshausens zu machen.
Bis zur Landesstraße erstreckte sich die Kolonne der parkenden Autos. Schon kurz vor 14 Uhr meldeten die vielen Helfer das Aus am Bratwurststand. Auch wenn es Schuldirektor Berthold Seidel fast ein wenig peinlich war, so sprach das doch dafür, wie groß das Interesse in der Bevölkerung an alternativen Schulformen ist.
Jeder Besucher erhielt bei der Anfahrt einen Lageplan mit Hinweisen auf die Schule, die nach den reformpädagogischen Ansätzen Maria Montessoris arbeitet, und einen Ablaufpan. Das war gut so, denn die Anlage ist weitläufig auf das Naturgelände verteilt.
Direkte Führungen durch die Schulgebäude zu jeder vollen Stunde waren ein Renner. Bei Bedarf informierten aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt vor Ort. Am Schul-Infostand gab es allgemeine Informationen. Im neuen Farm-School-Gebäude konnten Einblicke in den naturwissenschaftlichen Unterricht sowie Infos über den Fremdsprachenunterricht gewonnen werden. In der Mensa im Gutshaus stand das Cafe zum Verweilen, Genießen und miteinander Reden offen. In der Aula im Hauptgebäude standen Aufführungen und Fachvorträge im Mittelpunkt. Themen waren unter anderem „Die Grundschule Gut Spascher Sand“, „Konzeption und Struktur der integrierten Gesamtschule (IGS) auf Gut Spascher Sand“ und „Tragfähige Konzepte für die Bilder der Zukunft“, letzterer vorgetragen von Schulleiter Seidel. Dazwischen war ein Ausschnitt aus dem Kindermusical „Tuishi Pamoja“ zu sehen.
Im Außenbereich führte die Reit-AG eine Kür auf den Schulpferden vor. Auch Ponyreiten für die Besucherkinder war angesagt und Vorführungen des Reittrainings.
