WILDESHAUSEN - „Wir sind froh, dass hier so viel passiert“, sagt Jan Pössel, Leiter der Realschule Wildeshausen. Bereits seit einer Woche bereitet er sich gemeinsam mit dem Kollegium auf das neue Schuljahr vor. Auch die Sanierungsarbeiten in dem Gebäude laufen auf Hochtouren. „Alle sind im Zeitplan. Wir wollen am 3. August pünktlich anfangen“, ist Pössel optimistisch.

Am Donnerstag informieren sich Vertreter der CDU-Ratsfraktion mit Dr. Volker Pickart an der Spitze über den aktuellen Stand an der Schule. Neben der Sanierung ist auch die Aufstockung der Aula mit sechs Gruppenräumen ein Thema. 376  800 Euro stehen dafür im Haushalt 2010 bereit. „Bereits im August 2009 wurde der Planungsauftrag vergeben“, sagt Stefan Brors, der sich intensiv in die Materie eingearbeitet hat. „Aus Sicht der CDU kann die Ausschreibung sofort erfolgen.“

Pössel und seine Stellvertreterinnen Sonja Tebbe und Evelyn Jasch führen die Politiker durchs Gebäude. „Die Absprache mit der Stadt funktioniert 1:1“, weist der Schulleiter auf den Zeitplan zur Komplettsanierung von Musikraum und diversen Klassenzimmern hin. Im ersten Stock erhalten die Flure verschieden Farben. Das sei auch dem neuen Sicherheitskonzept geschuldet. Die Grundfarbe des Flurs spiegelt sich im Klassenraum wider. „Das wirkt sich positiv auf die Schüler aus“, weiß Christa Plate.

Der Blick der Politiker fällt auf die „blinden“ Scheiben im Chemieraum. Auch durch einige alte Holzfenster ließe sich mühelos durchdrücken, sagt der Schulleiter. Hier sei Abhilfe zugesagt. Im Textilraum haben die Handwerker die alte Isolierwolle aus der Decke entsorgt und einen Teil des Putzes abgeschlagen. Pössel: „Hier hatte sich Schimmel gebildet.“

Der Schulleiter ist zuversichtlich, dass einer der von der PAK-Sanierung betroffenen Räume bis zum Schuljahrsbeginn fertig wird. Weil in dem zweiten Klassenzimmer erneut eine Messung vorgenommen wird (siehe Kasten), sei hier mit einer zweiwöchigen Verzögerung zu rechnen. Hier werden künftig zwei 10. Klassen untergebracht. Da sie im August ihre Praktikumsphase absolvieren, könne die Schule die Zeit überbrücken. Pössel weist darauf hin, dass für die 27 Realschulklassen bis heute keine Gruppenräume zur Verfügung stünden. Bei Schulneubauten würden für zwei Klassen je ein Gruppenraum geplant. Demnach benötige die Realschule mindestens 13. „Wenn wir jetzt sechs Gruppenräume erhalten, ist das nicht maßlos.“

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent