Wildeshausen - Das Corona-Virus beeinflusst auch das Schulleben in Wildeshausen. Aktuell steht das Gymnasium vor der Entscheidung, ob Jugendliche aus dem Jahrgang 11 am kommenden Montag nach Straßburg aufbrechen, um dort an einem Erasmus-Programm teilzunehmen. Am Freitagmittag gab es vom kommissarischen Schulleiter Karsten Sudholz noch das Okay. „Wir sind im Gespräch mit den Eltern. Letztlich wird aber erst am Sonntagabend entschieden.“ Aufgrund des Virus in Italien habe eine Klasse aus der Nähe von Neapel die Teilnahme an dem internationalen Schülertreffen in Straßburg bereits abgesagt.
Der Blick des Gymnasiums richtet sich auch schon gen Ostern. Kurz vor den Osterferien erwartet die Schule für den Jahrgang 8 Gäste aus den Partnerschulen in Frankreich und Spanien. Eine Woche nach den Ferien wollen Wildeshauser Jugendliche der Jahrgänge 10 und 11 nach Budapest fahren. „Wir beobachten die Entwicklung und entscheiden kurzfristig“, so Sudholz.
Die Berufsbildenden Schulen (BBS) sind Europaschule und planen nach Aussagen von Direktor Jens Haar Reisen in verschiedene Länder, darunter Polen, Frankreich und Tschechien. Eine Klasse des Beruflichen Gymnasiums befinde sich gerade in einer Skifreizeit in Österreich. „Wir informieren uns beim Robert-Koch-Institut über die Risikogebiete und stehen in Gesprächen mit dem Gesundheitsamt und der Schulbehörde“, so Haar. Wenn eine Reise von BBS-Schülern ein Risikogebiet zum Ziel hätte, würde sie kurzfristig abgesagt.
Als vor zwei Jahren die Grippewelle durch das Land gezogen sei, hätten die BBS in den Toiletten Desinfektionsspender montiert und Hinweise zum richtigen Hygieneverhalten an die Wand geklebt.
Realschulleiter Jan Pössel berichtete, dass von der Schulbehörde am Freitag eine Mail mit Hygienetipps eingegangen sei. An seiner Schule hätten die 10. Klassen die Auslandsfahrten bereits im Herbst gemacht. Vor kurzem seien Schüler bei einer Skifreizeit in Österreich gewesen. „Die Sorge steigt etwas“, so Pössel. Er sei aber um einen normalen Schulalltag bemüht.
Ähnlich äußerte sich Dorit Hielscher, die Leiterin der Hauptschule. Hygiene sei wie bei einer Grippewelle wichtig. In allen Klassen gebe es Seife und Papierhandtücher an den Waschbecken. Jeder Tag müsse jetzt neu gedacht werden.
