Wildeshausen - Der Landkreis Oldenburg erhält aus dem Digitalpakt des Bundes in den nächsten vier Jahren rund drei Millionen Euro für die Schulen in seiner Trägerschaft. Die Summe errechnet sich aus dem Pauschalbetrag von 30 000 Euro je Schule sowie einer Pauschale je Schüler. Weitere vier Millionen Euro erhalten die kreisangehörigen Gemeinden für die Schulen in ihrer Trägerschaft.

Nach Darstellung der Kreisverwaltung teilen sich die drei Millionen wie folgt auf die elf Schulen des Landkreises auf: Graf-Anton-Günther-Schule in Oldenburg: 514 813 Euro Gymnasium Ganderkesee: 510 352 Euro Gymnasium Wildeshausen 461 737 Euro Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Ahlhorn: 273 967 Euro Berufsbildende Schulen Wildeshausen: 696 874 Euro Integrierte Gesamtschule am Everkamp in Wardenburg: 260 587 Euro Förderschule Sprache in Neerstedt: 44 462 Euro Förderschule am Habbrügger Weg in Ganderkesee: 86 197 Euro Förderschule Vielstedter Straße in Hude: 83 521 Euro Letheschule in Oberlethe: 52 977 Euro Hunteschule in  Wildeshausen: 49 193 Euro

Neben diesen Fördersummen will der Landkreis seinen bisherigen Ansatz zur Erneuerung der Schul-IT in Höhe von 190 000 Euro beibehalten, da er davon ausgeht, dass nicht alle schulisch notwendigen Ergänzungen über den Digitalpakt förderfähig sein werden, hieß es am Dienstagabend im Schul- und Kulturausschuss.

Nach dem Digitalpakt sind folgende Dinge förderfähig: Ausbau des schulischen Netzwerkes, Einrichtung und Ausbau des schulischen W-Lan, Ausbau und Weiterentwicklung digitaler Lehr- und Lerninfrastrukturen, interaktive Tafeln, digitale Arbeitsgeräte (insbesondere in den MINT-Fächern und für die berufliche Ausbildung) sowie mobile Endgeräte (Tablets, Notebooks, Laptops).

Eine Voraussetzung der Förderrichtlinie des Digitalpaktes ist ein pädagogisches Medienbildungskonzept, das nun jede Schule entwickeln und mit dem Förderantrag einreichen muss.

Im Schul- und Kulturausschuss lobte Niels-Christian Heins (FDP) – wie viele andere auch – die Förderung für die digitale Infrastruktur der Schulen. Er warf aber auch die Frage nach den Folge- und Unterhaltungskosten auf; denn Computer hätten eine geringe Halbwertszeit. Zudem kritisierte er, dass das Geld über vier Jahre gestreckt werde.

Den Schlüssel zum Erfolg des gesamten Projektes sieht Lehrervertreter Christoph Pauli (BBS) in der Administration der Computer. Jetzt würden das die Lehrer nebenher machen. Das funktioniere aber nicht mehr bei 400 bis 500 Rechnern an den BBS. „Wenn das Netzwerk nicht läuft, fangen die Kollegen wieder an zu kopieren“, so Pauli.

Arnold Hansen (Freie Wähler) plädierte für eine zentrale Administration aller Schulen im Landkreis. Deshalb sollte die Kreisverwaltung mit den anderen Gemeinden sprechen.

Landrat Carsten Harings versprach, dass die Kreismedienstelle auf jeden Fall die Administration für die Schulen in Trägerschaft übernehmen werde.

Christoph Koopmeiners Redaktion Wildeshausen