WILDESHAUSEN - Eine Bauzeit von guten drei Monaten für die neuen Räume der Fachschule Heilerziehungspflege – da könne die Politik noch etwas lernen, bemerkte Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi anerkennend.

Zur Einweihung der neuen Räume auf dem Gelände der Diakonischen Werke Himmelsthür an der Dr. Klingenberg-Straße gab es viele lobende Worte. „Die Einrichtung hat sich seit ihrer Eröffnung einen guten Ruf erarbeitet“, bescheinigte der stellvertretende Landrat Ernst-August Bode und zollte Trägern, Lehrern und Schülern Respekt für ihre Arbeit.

Auf 480 Quadratmetern, am Standort der ehemaligen Wäschereihalle, baute die Diakonie Himmelsthür zwei Klassen, Sozial- und Verwaltungsräume. So ist nun ausreichend Platz für 20 Lehrer und 73 Schüler in drei Klassen. Der Umbau kostete 500 000 Euro. Die Akademie für Rehabilitationsberufe, Träger der Schule in Wildeshausen, ist nun Mieter der Räume.

Rolf-Dieter Strudthoff, kaufmännischer Direktor der Diakonischen Werke Himmelsthür, hofft nun auf eine enge Zusammenarbeit, damit Schule und Praxis noch besser verbunden werden. „Ich träume von einem Wohnheim“, blickte Strudthoff schon einmal in die Zukunft.

Schulleiter Michael Grimmelsmann lobte die beteiligten Firmen für die gute Kooperation. „Wir fragten: Heizung – im Plan steht, ihr braucht sieben Tage? Antwort: Ok, wir machen es in vier.“ Viele engagierte Diskussionen haben die Lehrer geführt, selbst über die Farbe des Fußbodens. „Die Begeisterung ist bemerkenswert“, freute sich Grimmelsmann.

Die Schüler, die seit Anfang des Schuljahres in den neuen Räumen unterrichtet werden, fühlen sich dort wohl. „Es macht Spaß herzukommen“, sagte Olga Litau, die im Sommer angefangen hat. Auch wenn nicht alles fertig sei. „Es gibt keine Klingel. Das nutzen die Lehrer, um die Stunden ein wenig zu verlängern“, so die angehende Heilerziehungspflegerin. Für die „älteren“ Schüler sind die Räume eine große Verbesserung zu den alten im umgebauten Schwimmbad des alten Schwesternwohnheims. „Man hat endlich das Gefühl, in einer Schule zu sein“, sagte Dorothee Konermann.