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Elektromobilität Berufsschüler auf Fehlersuche unter Hochspannung

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WILDESHAUSEN - „Arbeiten mit Projekten“ – diese Unterrichtsform ist das Thema der Masterarbeit von Dirk Kalinowski, Martin Vollmer, Manuel Grothe und Michael Bartel. Die vier Ingenieure machen derzeit ein Aufbaustudium zum Berufsschullehrer am Institut Technik und Bildung (ITB) der Universität Bremen.

Zurzeit sind sie zu Gast an der BBS Wildeshausen, wo sie mit 26 angehenden Kraftfahrzeugmechatronikern sowie Land- und Baumaschinenmechanikern an einem Auto mit Elektromotor arbeiten. „Elektromobilität wird immer relevanter. Wir wollen den Schülern einen praxisbezogenen Einstieg bieten, damit sie das Feld erschließen können“, erklärt Martin Vollmer. Der 53-jährige Maschinenbauingenieur will zukünftig als Berufsschullehrer arbeiten.

Der Einstieg besteht in einer Fehlersimulation. In dem Planspiel wurde ein Fahrzeug „eingeschleppt“, als einzige Information: Es handelt sich um ein Elektrofahrzeug. Aufgrund der gefährlichen Arbeit mit Hochvoltsystemen wurden die Schüler extra vorher eingewiesen. „Die aktuelle Unterrichtseinheit ist Elektrotechnik, da passt das ganz gut hinein“, erklärt Klassenlehrer Gerd Rowold.

Das Hybridauto wurde vom ITB zur Verfügung gestellt. Auch der Werkstattmeister des Instituts, Nils Petermann, ist mit den angehenden Berufsschullehrern angereist. Er hat den zu suchenden Fehler versteckt, indem er die Hochspannungssicherung des Hauptschalters entfernt hat. Beim Auslesen der Daten mit dem Laptop zeigt das Computerprogramm die Fehlerquelle an. „Jetzt müssen die Schüler sich Gedanken machen warum der Schalter kaputt ist“, so Petermann. Elektroautos würden am ITB in Bremen seit zwei Jahren thematisch behandelt. „Im Berufsschulunterricht wird Elektromobilität immer wichtiger. Deswegen bringen wir es den Lehramtsstudenten näher“, meint Petermann.

Schüler Fabian Zemke: „Im Lehrbetrieb macht der Geselle meistens die Fehlersuche. Hier dürfen wir das mal tun“, ist er vom Praxisteil begeistert, Nach Vorbereitungen und zwei intensiven Tagen in der Werkstatt, folgt für die Schüler noch ein theoretischer Teil. Das Gefahrenpotenzial ist dabei für Rowold sehr wichtig: „In heutigen Fahrzeugen gibt es sehr hohe Spannungen. Das ist mitunter lebensgefährlich.“ Ein geschulter Umgang sei daher sehr wichtig.

NWZ

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