WILDESHAUSEN - Strahlende Gesichter waren am Freitagmorgen in der Wildeshauser Hauptschule zu sehen. 76 Schüler haben dort ihre Ausbildung beendet und wurden feierlich verabschiedet.
„Für euch, liebe Schülerinnen und Schüler, ist das ein entscheidender Einschnitt auf eurem Lebensweg.“ Mit diesen Worten begrüßte Schulleiterin Dorit Hielscher die Abgänger. Sie habe stets Vertrauen in ihre Schüler gesetzt, was diese auch belohnt hätten: Von den 61 Abgängern der 10. Klassen erreichten 33 einen Realschulabschluss und drei den erweiterten Sekundarabschluss I. Aus den 9. Klassen verlassen 15 Schüler die Schule, 55 besuchen nach den Sommerferien die 10. Klasse. Von allen 76 Abgängern beginnen 15 Schüler direkt mit einer betrieblichen Ausbildung. Dorit Hielscher bedankte sich bei den Eltern der Absolventen für die gute Zusammenarbeit und wünschte den Jugendlichen viel Erfolg in ihrem weiteren Leben.
Sowohl Schüler als auch Lehrer hatten für die Entlassungsfeier ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Tanz- und Gesangseinlagen vorbereitet. Der Wahlpflichtkurs Musik stellte mit „The Rose“ von Bette Middler und „Eternal Flame“ von den Bangles sein künstlerisches Talent unter Beweis. Michel Gölles parodierte mit seiner Tanzeinlage Michael Jacksons „Billie Jean“ und zeigte einen perfekt imitierten Moonwalk, wofür das Publikum ihn mit tosendem Applaus belohnte. Klaus Klepin und Eike Gutzeit versetzten ihre Zuhörer mit dem vierhändigen Klavierstück „Rock ’n’ Roll“ in Partystimmung.
Der stellvertretende Bürgermeister von Wildeshausen, Uwe Leinemann, betonte die gesellschaftliche Bedeutung der handwerklichen Berufe, für die Hauptschulabsolventen prädestiniert seien. „Es kann nicht nur Berufe geben, in denen mit dem Kopf gearbeitet wird, es muss auch Berufe geben, in denen mit der Hand gearbeitet wird.“
Gerd Jacoby vom Förderverein der Hauptschule zeichnete abschließend fünf Schüler und einen Lehrer aus: Felix Poppe und Marius Springer für ihre Tätigkeit als Schülersprecher, Ramona Dinkelborg, Lea Güldner und Philipp Hollmann für den erweiterten Sekundarabschluss I sowie Bernard Werner für seine Beförderung zum Konrektor.
