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Entlassungsfeier Gelungener Absprung von der Baustelle

WILDESHAUSEN - Weltmeisterlich wurde es zum Schluss: „Wir sind glücklich, wir sind fertig, Abi 2010 – Ja so stimmen wir alle ein“, sangen 89 junge Frauen und Männer, als sie ihre Abitur-Zeugnisse in den Händen hielten. Der Stress der letzten Wochen war abgefallen. „Sie sind ein besonderer Jahrgang“, sagte Schulleiter Ralf Schirakowski am Sonnabend bei der Entlassungsfeier im Forum des Gymnasiums Wildeshausen. Mit den besten Wünschen für die berufliche wie die private Zukunft überreichte er gemeinsam mit den Tutoren Ralf Eggers, Ulrich Imig, Jutta Linne-Quentin, Jens Noltmann, Axel Meentzen und Horst Römer Zeugnisse und Rosen.

Zur Überraschung vieler Schüler bezeichnete Schirakowski den recht kurzen Abi-Streich als „gelungen“: „Sie haben das Thema gut aufgegriffen: Wir leben auf einer Baustelle. Das erfordert viel Kreativität.“ Leider sei aber erneut zu viel Wasser „angemischt“ worden. Er dankte Eltern und Lehrern, die mit viel Kreativität die Schüler motiviert haben, sowie dem Schulträger. „Wir fühlen uns wohl in diesem Nest Landkreis.“

Eger: Eine „dufte Truppe“

Von einer „duften Truppe“ sprach Landrat Frank Eger. Er muss es wissen, schließlich gehört Tochter Nicola zum Kreis der Abiturienten. Eger meinte, nicht allein ZeugnisNoten, sondern auch soziale Kompetenz und Menschlichkeit seien wichtig: „Sie sind die liebste Aktie, für die man sich entscheiden kann“, griff er auf die Sprache der Börsianer zurück. Zu den Ehrengästen gehörten auch die stellvertretenden Bürgermeister Christa Plate (Wildeshausen), Dierk Garms (Dötlingen), Herwig Wöbse (Samtgemeinde Harpstedt), Harpstedts Flecken-Bürgermeister Werner Richter und Pastor Lars Löwensen von der Ev.-luth. Kirchengemeinde.

In ihrer Tutorenrede griffen Meentzen und Noltmann die Strapazen vergangener Jahre auf. Mancher sei an Ungetümen wie „zyklisches oder stationäres Verhalten bei Populationsmatritzen“ oder Unaussprechlichem wie „Kuomintang“ schier verzweifelt. Imigs obskure Tafelbilder oder Noltmanns Mathe-Aufgaben aus dem Leben der Simpsons hätten aber zur Abwechslung beigetragen. Und getreu dem Abi-Motto „AbiTendo“ ermunterten die Tutoren, über den Bildschirm (Tellerrand) hinaus zu blicken.

„Ihr werdet uns fehlen“

Dank bei Eltern wie bei Lehrern sagten Ayleen Finkenzeller und Tobias Barlage im Namen der Schülerschaft. Die Pädagogen hätten gerade in der Freizeit ihre menschlichen Qualitäten unter Beweis gestellt. „Leute, Ihr werdet uns fehlen“, riefen sie den Vertretern der Schule entgegen. Die Dankbarkeit für so manche Hilfestellung schlug sich in den Geschenken an die Tutoren nieder. Mathe-Lehrer Noltmann etwa ging mit einer Karten-Mischmaschine, Geschichtslehrer Römer mit einer kleinen Ritterburg nach Hause. Getreu dem Baustellen-Prinzip wurde das Programm leicht umgestellt. Das „Happy Birthday“ für Abiturient Torsten Bührmann, der 19 Jahre alt wurde, passte bestens zur guten Stimmung.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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