Wildeshausen - Zum vierten Mal hatte die Öffentliche Bücherei Wildeshausen in diesen Sommerferien zum Julius-Club eingeladen. „Julius“ steht für „Jugend liest und schreibt“. Dahinter verbirgt sich ein Projekt der Büchereizentrale Niedersachsen zur Literatur- und Leseförderung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren. Die Mitglieder des exklusiven Clubs dürfen spannende neue Bücher lesen und an verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen.

„In unserer Bücherei hatten wir 78 Buchneuheiten und die fünf Veranstaltungen Kaufrausch, Kochen im Amtshaus, Detektivprüfung, Bookogami und Exitroom im Angebot“, erläuterte Büchereileiterin Britta Reussing bei der Abschlussveranstaltung am Freitagnachmittag.

Mit 22 Teilnehmern – 16 Mädchen und sechs Jungen – sei die Resonanz zwar etwas geringer als in den Vorjahren gewesen, aber dafür hätten viele Kinder ein Diplom erreicht, so Reussing weiter. Sechs Jungen und Mädchen bekamen eine Auszeichnung für mindestens zwei gelesene und bewertete Bücher. Wer fünf oder mehr Bücher schaffte, bekam sogar ein Vielleser-Diplom. Das erreichten immerhin 13 Kinder. Einige von ihnen wie Minell Hülsmann, die 21 Bücher gelesen hatte, und Maybrit Wolke, die es auf 20 Bücher brachte, lagen sogar weiter über dem Mindestziel. „Dieser Leseeifer war vielleicht auch den regnerischen Sommerferien geschuldet“, merkte Reussing schmunzelnd an. Das konnte Pastor Ludger Brock bestätigen, der es in den Sommerferien nach eigenem Bekunden ebenfalls auf zwei Bücher gebracht hat. Er äußerte ebenso wie Bürgermeister Jens Kuraschinski seine Bewunderung für die jungen Leseratten und das engagierte Büchereiteam rund um Reussing.

Die hatte zum Abschluss der Aktion für alle Teilnehmer einen Rucksack als Belohnung. In einer kleinen Verlosung gab es zudem tolle Geschenke zu gewinnen. Und wer diesmal leer ausging, darf aufs nächste Jahr hoffen, denn dann wird es wohl wieder einen Julius-Club geben, wie die Büchereileiterin schon jetzt verriet.