WILDESHAUSEN - „Ich habe einiges von Carl Schnurr gelernt“, sagte Landrat Frank Eger in einer Feierstunde zur Verabschiedung des stellvertretenden Schulleiters der Berufsbildenden Schulen Wildeshausen. „Wenn er eine Anfrage stellte, dass er nur mal etwas bräuchte für die Schule – wurden manchmal ganze Gebäudekomplexe daraus“, erklärte er weiter.

Der 65-jährige Studienrat wurde am Donnerstagnachmittag im Neubau der BBS an der St. Peter-Straße verabschiedet. Bauen war ein Steckenpferd in seiner Zeit als stellvertretender Schulleiter. „Die BBS ist heute nicht wieder zuerkennen“, so Eger. Auch die Einführung neuer Schulformen lag ihm am Herzen. „Alles zum Wohle der Schüler“, bescheinigte ihm Schulleiter Gerhard Albers. „Ihn trieb immer die Frage, was noch besser gemacht werden könnte“, so Albers. „Dabei hatte er ein sehr hohes Tempo, wo ich als Beamter manchmal nur schwer mitkam“, fügte er scherzend hinzu. Ein Umstand, den Schnurr aus seiner Vergangenheit als Entwicklungsingenieur zu verdanken hatte. „Er liebt eine deutliche Ansprache, versuchte dabei aber die Schüler auf den richtigen beruflichen Weg zu bringen“, so Albers.

Maria Wübbeler, Vorsitzende des Personalrats, erklärte , dass in den letzten 20 Jahren Schule anders geworden sei und bescheinigte Schnurr eine Vielzahl von Kompetenzen.

Schnurr hatte zu Beginn alle Gäste zu persönlich begrüßt hatte. Als Lehrer bleibt Schnurr der BBS noch ein wenig erhalten, erklärte Albers. Er wird als Teilzeitkraft noch einige Stunden im Bereich Elektrotechnik unterrichten.

Durch das Rahmenprogramm führte Lehrer Ulrich Droste. Für Auflockerung zwischen den Reden sorgten die Schüler Lena Hannekum und Philipp Meibusch mit zwei Querflötenvorspielen, sowie Lehrerin Melanie Ostendorf, die zusammen mit Meibusch ein Saxophon-Duett gab. Die Mitglieder der Klasse I der Sozialassistenten unterhielten die Gäste mit zwei Gesangeinlagen und einem kurzen Sockenpuppenvorspiel zum Sesamstraßen-Klassiker „Manamana“.