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WILDESHAUSEN -
Die Wildeshauser Stadtverwaltung ist von ihren Plänen abgerückt, aufgrund der wachsenden Lärmbelästigung umgehend einen Zaun am Hartplatz an der Hauptschule Wildeshausen zu installieren. „Auf Bitten verschiedener Ratsmitglieder hat sich die Verwaltung nunmehr dazu entschlossen, diese Thematik in der gemeinsamen Schul- bzw. Bau- und Umweltausschuss-Sitzung am 18. August auf die Tagesordnung zu setzen, um dies öffentlich zu beraten“, teilte Bürgermeister Dr. Kian Shahidi am Donnerstag mit.
Vor allem der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Volker Pickart hatte die Pläne der Verwaltung, einen öffentlich zugänglichen Platz einzuzäunen, scharf kritisiert (die
NWZ
berichtete). Er verwies auf die neue Bundesgesetzgebung in Sachen Kinderlärm. „Ich empfinde es als skandalös, dass die Stadtverwaltung die Politik in dieser Angelegenheit vor vollendete Tatsachen stellt. Dieses Vorgehen stellt sich den jahrelangen Bemühungen des Rates entgegen, Wildeshausen als eine kinderfreundliche Stadt zu gestalten“, so Pickart.Shahidi wies darauf hin, dass die Verwaltung auf Anregung des Bau- und Umweltausschusses das Gespräch mit den Anliegern der Schule gesucht habe, die sich über die Lärmentwicklung auf dem Hartplatz beklagen. „Bei diesem Gespräch wurde seitens der Nachbarn eindringlich darauf aufmerksam gemacht, dass sie eine weitere Nutzung des Hartplatzes der Hauptschule im bisherigen Umfang nicht dulden würden.“ Trotz Ausschilderung werde der Platz weit über 19 Uhr hinaus und auch an Sonntagen „in einem nicht zumutbaren Ausmaß“ genutzt. Shahidi sagte der
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, auch der Streetworker sei vor Ort gewesen. Eine Verbesserung der Situation sei aber nicht eingetreten. Die Anlieger hätten sich entschieden, den Rechtsweg zu beschreiten, falls sich keine Veränderung einstelle. In der Baugenehmigung für den Platz sei ausdrücklich von einer schulischen Nutzung die Rede, so Shahidi. Sollte hier ein Bolzplatz entstehen, müssten eine Nutzungsänderung und eine Befreiung von den Festsetzungen des B-Planes erwirkt werden. Um den Lärm einzudämmen, wollte die Stadt das Grundstück einzäunen. Die Kosten hätten „im vierstelligen Bereich“ gelegen, so Shahidi zur
NWZ
. Mit den Anlagen im Krandel stehe den Jugendlichen nun eine Alternative zur Verfügung.