Wildeshausen - Jannick und Tjark, beide neun Jahre alt, schnappen sich den Ball – und los geht es mit dem Dribbling durch die Sporthalle an der St.-Peter-Straße. Die beiden Jungs, die in ihrer Freizeit beim VfL Wittekind kicken, gehören zu den Kindern der Fußball AG von Inke Bajorat an der Wildeshauser Holbeinschule. Die Konrektorin hat an diesem Dienstag eine Überraschung für die Schülerinnen und Schüler parat: Das „DFB-Mobil“ des Deutschen Fußball-Bundes ist an der Schule zu Gast.

Emily Meier und Ulrich Seidel vom Projektteam führen ein speziell auf Schulen abgestimmtes Training durch. Nach dem Aufwärmen gibt’s Koordinationsübungen, Dribbeln und Passspiel. Am Ende können die Kinder bei einem kleinen „Champions-League-Turnier“ ihre technischen Fertigkeiten in die Praxis umsetzen. Eine Praxiseinheit dauert ungefähr 70 Minuten.

Pro Jahr besucht das niedersächsische „DFB-Mobil“ rund 120 Veranstaltungen, darunter sind 30 Schulen, wie Seidel erläutert. Bundesweit haben seit 2012 mehr als 1,2 Millionen Menschen an Besuchen des „DFB-Mobils“ teilgenommen, darunter 19 000 Lehrerinnen und Lehrer. An der Holbeinschule war die mobile Ballschule zuletzt vor zwei Jahren, wie Bajorat sagt.

Die Schülerinnen und Schüler sind begeistert. Eine Wiederholung ist erwünscht. Und was ist so toll an dieser Sportart? „Fußball macht im Team mega viel Spaß“, sagt Emily Meier, „man gewinnt und man verliert zusammen.“ Die 19-jährige FSJlerin spielt beim SC Melle 03 auf der „Sechser-Position“, die eine gute Spieltechnik erfordert.